Nachrichten von den alten Bewohnern des heutigen Corea.
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Zur Zeit als die Feste Liao-tung angegriffen und zum Falle
gebracht wurde, waren eben in derselben vierzehntausend Menschen
weggenommen und zu Sclaven gemacht worden. Man schickte sie
nach Yeu-tscheu, sammelte sie daselbst und war Willens, sie als
Belohnung unter die Heerführer und Krieger zu vertheilen. Tai-tsung
bedauerte, dass Väter, Mütter, Gattinnen und Kinder eines Morgens
getrennt und zerstreut werden sollten. Er befahl den Inhabern der
Vorsteberämter, deren Preis zu berechnen und sie mit Leinwand und
Seidenstoffen loszukaufen. Sie wurden somit begnadigt und zu den
Menschen des Volkes gezählt. Die Töne des Frohlockens dieser
Menge waren nach drei Tagen noch nicht verstummt.
Dasselbe Buch der Thang sagt:
Im zwanzigsten Jahre des Zeitraumes Tsching-kuan (646 n.
Chr.) schickte Kao-li einen Gesandten und entschuldigte seine Vergehen.
Zugleich machte es zwei schöne Mädchen zum Gesckenk. Taitsung
sprach zu dem Gesandten: Wenn du heimkehrst, sage deinem
Gebieter: Die Schönheit ist etwas, das die Menschen schätzen.
Was mir zum Geschenk gemacht wurde, ist in Wahrheit schön und
zierlich. Ich bedauere, dass sie von Vater, Mutter und Brüdern
getrennt sind, die in ihrem Beiclie Zurückbleiben und ihrer Verwandten
vergessen. Dass ich ihre Schönheit liebe, aber ihre Herzen verwunde,
nehme ich nicht auf mich. — Er schickte sie wieder zurück.
Dasselbe Buch der Thang sagt:
Im ersten Jahre des Zeitraumes Kien-fung (666 n. Chr.) schickte
der König von Kao-li seinen Sohn, der an dem Hofe eintrat. Es
wurde ihm eine Rangstufe über derjenigen des Tai-san zugewiesen.
In demselben Jahre starb Kai-su-wen, und sein Sohn Nan-seng
folgte ihm als Mö-li-tschi. Derselbe stand mit seinen jüngeren Brüdern
Nan-kien und Nan-tschan auf keinem guten Fusse, und diese wurden
von ihm vertrieben. Auf ihrer Flucht bemächtigten sie sich der Feste
im Inneren des Reiches, die sie auf Tod und Leben vertheidigten.
Diese Söhne machten die Feste zum Geschenk, begaben sich zu der
Thorwarte und verlangten, dass man sie bedauere. Im eilften Monate
des Jahres erhielt Li-tsI, Fürst des Reiches Ying, den Befehl, Kötai-fung
und Anderen voranzugehen und die Eroberung zu bewerkstelligen.
Im zweiten Monate des zweiten Jahres des oben genannten Zeitraumes
(667 n. Chr.) erreichte Tsi die neue Feste und sprach zu
Sitzb. d. phil.-hist. CI. LVII. Bd. I(. Hft. 33