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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 57. Band, (Jahrgang 1867)

P  f  i  z  m  a  i  e  r

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sie  insgesammt  tödten.  Hierauf  sprengte  er  in  den  königlichen  Palast,
tödtete  Kien-wu  und  erhob  Tsang,  den  Sohn  von  dessen  jüngerem
Bruder  Ta-yang,  zum  Könige.  Er  selbst  setzte  sich  zum  Mö-li-tschi  ein.
Dies  ist  ungefähr  so  viel  wie  in  dem  mittleren  Reihe  das  Amt  eines
Vorstehers  der  Bücher  hei  der  Abtheilung  der  Kriegsmacht,  verbunden ­
  mit  demjenigen  eines  Vorgesetzten  der  mittleren  Buchführer.
Seit  dieser  Zeit  führte  er  ausschliesslich  die  Lenkung  des  Reiches.
Su-wen  gehörte  zu  dem  Geschlechte  Tsiuen.  Sein  Bart  und
sein  Angesicht  waren  sehr  merkwürdig,  seine  Gestalt  gross  und
ausserordentlich.  Seinen  Gürtel  behängte  er  mit  fünf  Schwertern.
Unter  seiner  Umgehung  wagte  es  Niemand,  zu  ihm  emporzublicken.
Er  befahl  den  ihm  zugetheilten  obrigkeitlichen  Personen,  sich  mit
dem  Angesicht  auf  den  Boden  zu  legen,  trat  auf  sie  und  stieg  zu
Pferde.  Wenn  er  von  dem  Pferde  abstieg,  that  er  das  Nämliche.  So
oft  er  ausging,  liess  er  früher  Reihen  von  Wachen  sich  ausbreiten,
welche  ihm  den  Weg  bahnten.  Dieselben  riefen  fortwährend  mit
lauter  Stimme,  um  die  wandelnden  Menschen  zu  verständigen.  Die
Menschen  des  Volkes  gingen  ihm  scheu  aus  dem  Wege,  indem  sie
den  Widerstand  aufgaben  und  sich  zerstreuten.
Als  Tai-tsung  hiervon  Kunde  erhielt,  liess  er  sogleich  sein  Heer
zur  Trauer  und  zum  Angriffe  ausrücken.  Im  neunzehnten  Jahre  des
oben  genannten  Zeitraumes  (645  n.  Chr.)  wurde  Tschang-liang,  der
Vorsteher  der  Bücher  bei  der  Abtheilung  der  Strafen,  zum  Oberanführer ­
  des  auf  den  Wegen  vonPing-jang  dahinziehenden  Kriegsheeres ­
  ernannt.  Derselbe  führte  den  Befehl  über  Tschang-ho  und  Andere,
welche  an  der  Spitze  von  vier  Myriaden  starker  Krieger  des  Stromes,
desHoai,  der  Gebiete  von  Ling  und  Hiä  Stander.  Fünfhundert  Kriegsschiffe ­
  schwammen  von  Lai-tscheu  über  das  Meer  und  eilten  gegen
Ping-jang.
Ferner  wurde  Li-tsi,  Fürst  des  Reiches  Ying,  zum  Oberanführer ­
  des  auf  den  Wegen  von  Liao-tung  daherziehenden  Kriegsheeres
ernannt.  Tao-tsung,  König  von  Kiang-hia,  wurde  sein  Genosse.
Dieselben  standen  an  der  Spitze  von  sechs  Myriaden  Fussgänger  und
Reiter  und  eilten  gegen  Liao-tung.  Die  beiden  Kriegsheere  setzten
sich  mit  einander  in  Verbindung.  Tai-tsung  führte  in  eigener  Person
sechs  Kriegsheere  und  vereinigte  sich  mit  den  Übrigen.
Im  Sommer,  im  vierten  Monate  des  Jahres  zog  das  Kriegsheer
Li-tsi's  nach  Liao,  drang  vorwärts  und  machte  einen  Angriff  auf  die
            
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