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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 57. Band, (Jahrgang 1867)

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P  f  i  z  in  a  i  e  r

bewilligte  dies.  Es  war  ihm  augenblicklich  daran  gelegen,  in  der
Ferne  niederzulialten.  Er  nahm  die  Unterwerfung  an  und  verwahrte
die  Gefangenen.  Das  Kriegsheer  kehrte  wirklich  zurück  und  gelangte
zu  der  Hauptstadt  des  Himmelssohnes.
In  den  Geschichtschreibern  des  Südens  wird  gesagt:
In  Kao-li  gibt  es  ursprünglich  fünf  Seitengeschlechter.  Sie  sind
Siao-nu-pu,  Tsiue-nu-pu,  Schin-nu-pu,  Hoan-nu-pu,  Kuei-liü-pu.
Aus  dem  Geschlechte  Siao-nu-pu  waren  ursprünglich  die  Könige.
Als  es  unansehnlich  und  schwach  geworden,  ersetzte  man  es  durch
das  Geschlecht  Kuei-liü-pu.  Wenn  es  unter  den  eingesetzten  Obrigkeiten ­
  einen  Tui-lu  gibt,  so  setzt  man  keinen  Pei-tsche  ein.  Gibt  es
einen  Pei-tsche,  so  setzt  man  keinen  Tui-lu  ein.
Zu  den  Zeiten  des  Kaisers  Ngan  von  Tsin,  im  neunten  Jahre
des  Zeitraumes  I-hi  (413  n.  Chr.)  überreichte  König  Kao-yi  eine
Denkschrift  und  brachte  ein  Geschenk  von  rothen  und  weissen  Pferden.
Zu  den  Zeiten  der  Sung,  im  fünfzehnten  Jahre  des  Zeitraumes
Yuen-kia  (438  n.  Chr)  wurde  Fung-hung  <)  durch  Wei  angegriffen
und  geschlagen.  Derselbe  floh  nach  Kao-li  in  die  Feste  Pe-fung.  Er
stellte  in  einer  Denkschrift  das  Ansuchen  um  eine  Zusammenkunft.
Der  Kaiser  schickte  Wang-pe-kiü  und  Tschao-tse-Hing  als  Gesandte
mit  dem  Aufträge,  ihm  entgegen  zu  ziehen.  Zugleich  hiess  man  Kaoli
  die  Ausgaben  bestreiten  und  einen  Gesandten  schicken.  König  Lien
wollte  nicht,  dass  Hung  sich  nach  Süden  begebe.  Er  entsandte
Tsiang-sün-seu,  Kao-kieu  und  Andere  mit  dem  Aufträge,  Hung  zu
überfallen  und  zu  tödten.  Pe-kiii  und  seine  Genossen  stellten  sich
an  die  Spitze  der  unter  ihren  Befehlen  stehenden  siebentausend  Krieger, ­
  nahmen  Seu  gefangen  nnd  tödteten  Kieu  nebst  einigen  Anderen.
Im  sechzehnten  Jahre  des  oben  genannten  Zeitraumes  (439  n.
Chr.)  wollte  Kaiser  Wen  in  die  Länder  von  Wei  einen  Einfall  bewerkstelligen. ­
  In  Folge  einer  hohen  Aufforderung  machte  ihm
König  Lien  achthundert  Pferde  zum  Geschenk.  Im  zweiten  Jahre
des  Zeitraumes  Ta-ming  (458  n.  Chr.)  machte  der  König  wieder  die
Pfeilschafte  und  die  steinernen  Pfeilspitzen  des  Geschlechtes  Süschin
  zum  Geschenk,  was  sich  bis  auf  die  Zeiten  von  Tsi  und  Liang
erstreckte.  Zugleich  empfing  der  König  eine  Lehensstufe  und  einen
Rang.  Er  schickte  ohne  Unterbrechung  einen  Gesandten,  der  eine

1 )  Fung-hung-  war  König  des  nördlichen  Yen.
            
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