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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 57. Band, (Jahrgang 1867)

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P  f  i  z  m  a  i  e  r

um]  W  ein,  und  dies  ist  alles.  Es  ist  nicht  Sitte,  ein  Übereinkommen
«egen  der  Güter  zu  treffen.  Wenn  Jemand  Güter  empfängt,  so
schämt  man  sich  dessen  allgemein  und  glaubt,  dass  er  eine  Sclavin
verkauft  habe.
Die  Todten  werden  durch  drei  Jahre  in  dem  Inneren  des  Hauses
aufgebahrt.  Für  das  Begräbniss  wählt  man  einen  glücklichen  Tag.
Die  Trauer  um  die  Eltern  und  um  den  Mann  währt  drei  Jahre,  um
die  Geschwister  drei  Monate.  Wenn  der  Todesfall  eben  erst  eingetreten ­
  ist,  weint  man.  Bei  dem  Begräbniss  gibt  man  das  Geleite,
indem  man  die  Trommel  rührt,  tanzt  und  Musik  aufführt.  Nach  dem
Begräbniss  nimmt  man  die  Wagen  und  die  Pferde,  welche  der  Verstorbene ­
  zu  seinen  Lebzeiten  geliebt  hatte,  und  stellt  sie  zur  Seite
des  Grabes  nieder.  Die  bei  dem  Begräbnisse  Versammelten  nehmen
diese  Gegenstände  wetteifernd  weg  und  entfernen  sich.
In  denselben  Geschichtschreibern  des  Nordens  wird  gesagt:
Zu  den  Zeiten  der  Sui,  in  dem  Zeiträume  Khai-hoang  (589  bis
GOO  n.  Chr.)  stellte  sich  Yuen,  König  von  Kao-li,  an  die  Spitze  von
mehr  als  zehntausend  Reitern  des  Stammes  Mö-hö  und  plünderte
Liao-si.  Wei-schi-tschung,  der  allgemeine  Leiter  von  Si-yingtscheu,
  griff  ihn  an  und  schlug  ihn  in  die  Flucht.
Der  Kaiser  war  sehr  entrüstet.  Er  befahl,  dass  King,  König  von
Hän,  um  Yuen  willen  der  Anführer  auf  sämmtlichen  Gewässern  und
auf  dem  festen  Lande  werde  und  ihn  strafe.  Er  erliess  eine  Verkündung, ­
  worin  er  Yuen  seiner  Lehenstufe  und  seiner  Würde
entsetzte.
Yuen  ward  seinerseits  von  Furcht  befallen.  Er  schickte  einen
Gesandten,  durch  den  er  für  sein  Verbrechen  um  Entschuldigung  bitten
liess.  In  einer  Denkschrift,  die  er  überreichen  liess,  nannte  er  sich
unter  anderem  Yuen,  den  Diener  der  Düugererde  von  Liao-tung.
Der  Kaiser  liess  hierauf  die  Feindseligkeiten  einstellen  und  behandelte ­
  ihn  wie  früher.  Auch  Yuen  schickte  jetzt  alljährlich  an  den
Hof  Tribut.
Als  Kaiser  Yang  eingesetzt  wurde,  waren  die  Länder  der  Welt
ein  Ganzes  und  in  ihrer  Machtfülle.  KönigKao-tschang  •)  und  Khi-jin,
der  Ko-han  der  Tü-kiue  (der  Türken)  standen  ihm  nahe  und  begaben

Derselbe  war  König-  von  Tu-kö-hoen.
            
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