Nachrichten von den alten Bewohnern des heutigen Corea.
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In denselben Geschichtschreibern des Nordens wird gesagt:
Zu den Zeiten der späteren Wei, im fünfzehnten Jahre des
Zeitraums Tai-ho (491 n. Chr.) starb König Lien und wurde sein
Enkel Yün eingesetzt. Dieser erschien wieder an dem Hofe und wurde
mit Kleidern, Mützen und Zierathen für Kleidungsstücke, mit Wagen
und mit Fahnen beschenkt. Seit dieser Zeit wurden alljährlich immer
Tribut und Geschenke gebracht. Noch im zwölften Jahre des Zeitraumes
Ta-tung (346 n. Chr.) schickte Tsching, der König des
Landes, einen Gesandten mit Tribut an den Hof der westlichen Wei.
Als Tsi die Altäre der östlichen Wei in Empfang nahm, erschien
der König wieder an dem Hofe von Tsi. Wen-siuen erwies dem Könige
Tsching Wohlthaten. Er Hess ihn in den Händen ein Abschnittsrohr
halten, in dem Inneren aufwarten, die Stelle eines Heerführers
der raschen Reiter bekleiden und so wie früher König von
Kao-li sein.
In denselben Geschichtschreibern des Nordens wird gesagt:
Zu den Zeiten der nördlichen Tsi, im dritten Jahre des Zeitraumes
Thien-pao.(5ö2 n. Chr.) kam Wen-siuen nach Ying-tscheu.
Er hiess Thsui-lieu von Pö-ling sich als Gesandter nach Kao-li begeben
und die Menschen aus den letzten Zeiten von Wei begehren.
In der hohen Verkündung an Lieu hiess es: Wenn man dir nicht willfahrt,
so betreibe die Sache wie es eben angemessen ist. — Als
Lieu ankam, wurde er abschlägig beschieden. Lieu riss die Augen
auf, schrie den König an und stiess ihn mit der Faust. König Tsching
fiel unter das Bett. Die Umgebung des Königs Tsching zagte, und
hatte nicht den Muth, sich zu rühren. Man brachte Entschuldigungen
vor und unterwarf sich. Lieu vollzog den Befehl, indem er mit
fünftausend Thüren des Volkes zurückkehrte.
In denselben Geschichtschreibern des Nordens wird gesagt:
Kao-keu-li erstreckt sich in Osten bis Sin-lo. Im Westen ist
der Übergang nach Liao auf einer Strecke von zweitausend Weglängen.
Im Süden gränzt es an Pe-tsi. Im Norden ist Mö-hö der Nachbar
auf einerStrecke von mehr als tausend Weglängen. Die Bewohner
sind auf dem Boden sichtbar und richten sich bei ihren Wohnsitzen
nach dem Laufe der Thäler. Sie kleiden sich in Leinwand, Seidenstoffe
und Felle. Der Boden und die Felder sind geringfügig und
mager. Die Seidenzueht und der Ackerbau sind für den eigenen Be-