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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 57. Band, (Jahrgang 1867)

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Pfizmaier

die  Menschen  von  Fu-yü  setzten  ihnen  in  grösster  Eile  nach.  Tschümung
  sprach  zu  dem  Flusse:  Ich  hin  der  Sohn  der  Sonne,  der  Enkel
des  Flussgottes  von  mütterlicher  Seite.  Heute  bin  ich  entflohen,  die
verfolgenden  Krieger  kommen  herab  und  erreichen  mich.  Wie  werde
ich  übersetzen  können?  —  In  diesem  Augenblicke  schwammen  die
Fische  und  Schildkröten  herbei  und  bildeten  für  ihn  eine  Brücke.
Tscbü-mung  konnte  jetzt  übersetzen,  worauf  die  Fische  und  Schildkröten ­
  auseinander  gingen.  Den  verfolgenden  Kriegern  war  das
Übersetzen  unmöglich.
Tschü-mung  gelangte  zu  dem  Flusse  Pu-schö  und  begegnete
daselbst  drei  Männern.  Der  eine  von  ihnen  war  mit  einem  hänfenen
Kleide  bekleidet.  Der  zweite  war  mit  einem  genähten  Kleide  bekleidet.
Der  dritte  war  mit  einem  Kleide  aus  Hornblatt  bekleidet.  Sie  gelangten ­
  mit  Tschü-mung  zu  der  festen  Stadt  Hö-sching-ko,  die  er
sofort  zu  seinem  Wohnsitz  erwählte.  Er  nannte  das  Land  mit  Namen
Kao-keu-li  und  machte  bei  diesem  Anlasse  das  Wort  Kao  zu  einem
Geschlechtsnamen.
In  den  Geschichtschreibern  des  Nordens  wird  gesagt:
Zur  Zeit  als  Tehü-mung  sich  in  Fu-yü  befand,  war  seine  Gattin
schwanger.  Tschü-mung  entfloh  und  sie  gebar  später  einen  Sohn,
Namens  Schi-liü-hiai.  Als  dieser  erwachsen  war,  erfuhr  er,  dass
Tschü-mung  der  König  eines  Reiches  geworden.  Sofort  wanderte  er
mit  seiner  Mutter  aus  und  wendete  sieh  ihm  zu.  Der  König  gab  ihm
den  Namen  Liü-tä  und  übertrug  ihm  die  Geschäfte  des  Reiches.
Tschü-mung  starb.  Als  endlich  sein  Enkel  Mö-lai  eingesetzt  wurde,
huldigte  dieser  dem  Reiche  Fu-yü.
Als  zu  den  Zeiten  des  Kaisers  Wu  von  Han,  im  vierten  Jahre
des  Zeitraumes  Yuen-fung  (107  v.  Chr.)  das  Reich  Tschao-sien  vernichtet ­
  und  die  Provinz  Yuen-tu  gebildet  wurde,  machte  man  Kao-li
zu  einem  Districte  und  vereinigte  es  mit  der  Provinz.
Kaiser  Tseliao  von  Han  schenkte  dem  Könige  Kleider,  Kopftücher, ­
  Trommeln  und  Blasinstrumente.  Der  König  begab  sich  immer
in  die  Provinz  Yuen-tu,  wo  er  die  Gegenstände  in  Empfang  nahm.
Später  wurde  er  immer  stolzer  und  reiste  nicht  mehr  in  die  Provinz.
Er  baute  blos  an  der  östlichen  Gränze  eine  kleine  Feste  und  nahm
daselbst  die  Gegenstände  in  Empfang.  Er  gab  dieser  Feste  den
Namen  Tsi-keu-liii  (Keu-liü  der  Kopftücher).  Keu-liü  ist  der  Name
einer  festen  Stadt  von  Keu-li.
            
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