Nachrichten von den alten Bewohnern des heutigen Corea.
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Kao-keu-li.
Das Buch der späteren Han von Fan-hoa sagt:
In dem Reiche Kao-keu-Ii ist man massig im Essen und Trinken
und befasst sind gern mit der Einrichtung der Paläste und Häuser.
Die Sitten sich ausschweifend, man liebt allgemein die Reinlichkeit.
In den Nächten versammeln sich Männer und Weiber ohne Umstände
in Schaareri und belustigen sich mit Musik und Tanz.
In der kurzen Darstellung des Hauses Wei (ivei-lio) wird
gesagt:
Das Reich Kao-keu-li liegt tausend Weglängen östlich von
Liao-tung. Der König hat seine Hauptstadt an dem Fusse des Hoantu.
Der Umfang des Landes beträgt zweitausend Weglängen, die
Thiiren des Volkes sind drei Myriaden. Es gibt viele Berge und
Wälder, aber keine Quellen und Sümpfe. Das Reich ist arm und
dürftig. Von dem Boden erheben sich Paläste und Häuser. In den
Tempeln opfert man den Sternen und den Landesgöttern.
Die Gewohnheiten sind sehr unselig. Man hat Freude an Plünderung
und Raub. Unter den obrigkeitlichen Personen, die in dem
Reiche eingesetzt sind, gibt es Siang-kia (beobachtende Hinzugegebene),
Tui-lu, Pei-tsche, Ku-tseu-kia (Hinzugegebene von Kutseu).
Man hat überall Abstufungen für den vornehmen und den
gemeinen Stand.
Man erwählte die Könige ursprünglich aus dem Gesehlechte
Nu-pu. Als dieses Geschlecht allmälig schwach wurde und verkümmerte,
entfernte man es. Jetzt ersetzt man es durch das Geschlecht
Kuei-leu. Die grossen Häuser treiben keinen Ackerbau.
Die untergeordneten Familien werden gleich den Sclaven mit den
gesammelten JTbgaben beschenkt. Man liebt Gesang und Tanz. Die
Bewohner haben Freude am Knien und an Verbeugungen. Sie strecken
dabei einen Fuss aus, worin sie sich von den Bewohnern von Fu-yü
unterscheiden. Ihr Einhersehreiten ist immer ein Laufen. •
Im zehnten Monate des Jahres versammelt man sich zu dem
Opfer für den Himmel. Man nennt dies den Vertrag des Ostens
(tung-mingj. Bei einem Feldzug opfert man ebenfalls dem Himmel.
Man tödtet ein Rind und betrachtet dessen Klauen, indem man dadurch
Glück oder Unglück vorhersagt.