Nachrichten von den alten Bewohnern des heutigen Corea.
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das Heer eintreten. Man kennt Lärmfeuer, Besatzungen, Plänkler,
Ausspäher und hat dabei Zusammenziehungen, Musterungen, Abtheilungen
und Genossenschaften von fünf Männern.
Die Gewohnheiten, die Lenkung und die Strafen, ferner die
Kleidung sind dieselben wie in Kao-li und Pe-tsi. Jeden Monat
wünscht man einander am Morgen Glück. Der König veranstaltet ein
Fest und betheilt die obrigkeitlichen Personen mit Geschenken. An
diesem Tage ernennt man die Vorsteher der Götter der Sonne und
des Mondes. Am fünfzehnten Tage des achten Monats lässt der König
Musik aufführen und heisst die Angestellten mit Pfeilen schiessen.
Er belohnt sie dabei mit Pferden und Leinwandstoffen. Bei wichtigen
Angelegenheiten versammelt er die obrigkeitlichen Personen, hält
mit ihnen Rath und fasst Beschlüsse.
Bei der Kleidung hat man eine Vorliebe für ungefärbte Stoffe.
Die Weiber flechten das Haar und umwinden ihren Iials zur Zierde
mit verschiedenen bunten Stoffen und Perlen. Die Gebräuche bei
Heiraten bestehen blos darin, dass man Wein trinkt und Speise
verzehrt. Hochachtung und Geringschätzung richtet sich nach Reichthum
und Armuth.
Bei Todesfällen bedient man sich eines inneren Sarges und
versammelt sich zu dem Leichenbegängnisse. Man führt Grabhügel
und Erdhöhen auf. Bei der Trauer um den König, um die Eltern, um
Gattin und Kinder trägt man die Trauerkleider durch ein Jahr.
Die Felder sind sehr vortrefflich. Sie werden vonFlüssenbewässert
und auch auf den Anhöhen wird gesät. Die fünf Getreidearten, die
Früchte, die Gemüse, die Vögel und wilden Thiere, die verschiedenen
Gegenstände und Erzeugnisse sind im Ganzen dieselben wie in
dem mittleren Reiche. Seit dem Zeiträume Ta-nie (603 n. Chr.) übersendet
das Land alljährlich dem Hofe Tribut.
In dem Buche der Thang wird gesagt:
Der Wohnsitz des Königs von Sin-lo heisst Kin-tsching (die
goldene Feste). Derselbe hat sieben bis acht Weglängen im Umfange,
Die Krieger der Leibwache sind dreitausend Mann. Es sind Löwenreihen
(sse-tse-suij eingesetzt. Die Obrigkeiten des Friedens und
des Krieges bestehen in siebenzehn Ordnungen.
Im vierten Jahre des Zeitraumes Wu-te (621 n. Chr.) schickte
Kin-tschin-ping, der König des Landes, einen Gesandten, der an dem
Hofe Tribut überreichte. Kao-tsu schickte seinerseits einen Gesand-