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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 57. Band, (Jahrgang 1867)

Nachrichten  von  den  alten  Bewohnern  des  heutigen  Corea.

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Dasselbe  Buch  sagt:
Zur  Zeit  Fu-kien’s  (eines  Kaisers  aus  dem  Hause  Thsin)  schickte
Leu-han,  König  des  Reiches  Sin-lo,  einen  Gesandten,  Namens  Weitem ­
  der  an  dem  Hofe  Tribut  überreichte.  Fu-kien  sprach:  Die  Reichsminister ­
  sagen,  dass  die  Dinge  im  Osten  des  Meeres  nicht  die  nämlichen ­
  wie  in  dem  Alterthum.  Warum  ist  dies  ?  —  Der  Gesandte  antwortete: ­
  Es  ist  gleichsam  ebenso  wie  in  dem  mittleren  Reiche.  Die
Zeiten  und  Geschlechtsalter  verändern  sich,  die  Namen  und  die  Benennungen ­
  wechseln.
In  den  Geschichtschreibern  des  Südens  heisst  es:
Sin-lo  führte  zu  den  Zeiten  von  Wei  den  Namen  Sin-Iu.  Zu  den
Zeiten  von  Sung  hiess  es  Sin-lo.  Einige  nennen  es  Sse-ra.  Das
Reich  ist  klein  und  nicht  im  Stande,  selbstständig  durch  Gesandte
zu  verkehren.  Zu  den  Zeiten  der  Liang,  im  zweiten  Jahre  des  Zeitraumes ­
  Pu-thung  (S21  n.  Chr.)  schloss  sich  ein  Mann,  dessen  Geschlechtsname ­
  Mu  derjenige  des  Königs,  dessen  Name  Tschin-schi,
als  Gesandter  an  Pe-tsi  und  brachte  die  Erzeugnisse  seiner  Gegend
als  Geschenk.
Eine  feste  Stadt  nennt  man  Kien-meu-lo-ki.  Eine  Stadt,  die  sich
im  Inneren  befindet,  nennt  man  Tschö-ping.  Befindet  sie  sich  auswärts, ­
  so  nennt  man  sie  Yi-li.  Dies  ist  eben  so,  wie  man  in  dem  mittleren ­
  Reiche  von  Provinzen  und  Distrieten  spricht.  Das  Reich  besitzt
sechs  Tschö-ping  und  fünfzig  Yi-li.
Der  Boden  des  Landes  ist  üppig  und  schön.  Man  baut  die  fünf
Getreidearten,  viel  Hanf  und  Maulbeerbäume.  Man  findet  Kleider  von
Atlas  und  Leinwand,  Rinder  und  Reitpferde.  Die  Geschlechter  sind
getrennt.  Die  Obrigkeiten  führen  Namen  wie  Tse-fen-han-tschi,  YIhan-tschi,
  Tsi-han-tschi,  Ngö-han-tschi,  Yl-ke-tsehi,  Ki-kiü-han-tschi.
Die  Mütze  (kuan)  heisst  I-tse-li.  Ein  kurzes  Kleid  (jü)  heisst
Wei-kiai.  Die  Beinkleider  (ku)  heissen  Ko-puan.  Die  Schuhe  (ho)
heissen  Si.
Die  Verbeugungen  und  das  Auftreten  ist  von  derselben  Art  wie
in  Kao-li.  Es  gibt  keine  Schriftzeichen.  Man  macht  Einschnitte  in
Holz  und  verständigt  sich  dadurch.  Mit  den  Worten  wartet  man  auf
Pe-tsi,  worauf  sie  erst  mitgetheilt  werden.
In  den  Geschichtschreibern  des  Nordens  heisst  es:
Der  Gründer  von  Sin-lo  war  ursprünglich  aus  dem  Stamme
von  Schin-han.  Schin-han  bestand  anfänglich  aus  sechs  Reichen.
            
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