Nachrichten von den alten Bewohnern des heutigen Corea.
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Dasselbe Buch sagt:
Zur Zeit Fu-kien’s (eines Kaisers aus dem Hause Thsin) schickte
Leu-han, König des Reiches Sin-lo, einen Gesandten, Namens Weitem
der an dem Hofe Tribut überreichte. Fu-kien sprach: Die Reichsminister
sagen, dass die Dinge im Osten des Meeres nicht die nämlichen
wie in dem Alterthum. Warum ist dies ? — Der Gesandte antwortete:
Es ist gleichsam ebenso wie in dem mittleren Reiche. Die
Zeiten und Geschlechtsalter verändern sich, die Namen und die Benennungen
wechseln.
In den Geschichtschreibern des Südens heisst es:
Sin-lo führte zu den Zeiten von Wei den Namen Sin-Iu. Zu den
Zeiten von Sung hiess es Sin-lo. Einige nennen es Sse-ra. Das
Reich ist klein und nicht im Stande, selbstständig durch Gesandte
zu verkehren. Zu den Zeiten der Liang, im zweiten Jahre des Zeitraumes
Pu-thung (S21 n. Chr.) schloss sich ein Mann, dessen Geschlechtsname
Mu derjenige des Königs, dessen Name Tschin-schi,
als Gesandter an Pe-tsi und brachte die Erzeugnisse seiner Gegend
als Geschenk.
Eine feste Stadt nennt man Kien-meu-lo-ki. Eine Stadt, die sich
im Inneren befindet, nennt man Tschö-ping. Befindet sie sich auswärts,
so nennt man sie Yi-li. Dies ist eben so, wie man in dem mittleren
Reiche von Provinzen und Distrieten spricht. Das Reich besitzt
sechs Tschö-ping und fünfzig Yi-li.
Der Boden des Landes ist üppig und schön. Man baut die fünf
Getreidearten, viel Hanf und Maulbeerbäume. Man findet Kleider von
Atlas und Leinwand, Rinder und Reitpferde. Die Geschlechter sind
getrennt. Die Obrigkeiten führen Namen wie Tse-fen-han-tschi, YIhan-tschi,
Tsi-han-tschi, Ngö-han-tschi, Yl-ke-tsehi, Ki-kiü-han-tschi.
Die Mütze (kuan) heisst I-tse-li. Ein kurzes Kleid (jü) heisst
Wei-kiai. Die Beinkleider (ku) heissen Ko-puan. Die Schuhe (ho)
heissen Si.
Die Verbeugungen und das Auftreten ist von derselben Art wie
in Kao-li. Es gibt keine Schriftzeichen. Man macht Einschnitte in
Holz und verständigt sich dadurch. Mit den Worten wartet man auf
Pe-tsi, worauf sie erst mitgetheilt werden.
In den Geschichtschreibern des Nordens heisst es:
Der Gründer von Sin-lo war ursprünglich aus dem Stamme
von Schin-han. Schin-han bestand anfänglich aus sechs Reichen.