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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 57. Band, (Jahrgang 1867)

Nachrichten  von  den  alten  Bewohnern  des  heutigen  Corea.

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Zu  den  Zeiten  des  Kaisers  Schün,  in  dem  ersten  Jahre  des  Zeitraumes ­
  Yung-ho  (136  n.  Chr.)  erschien  der  König  an  dem  Hofe  in
der  Hauptstadt  des  Himmelssohnes.  Der  Kaiser  liess  ihm  zu  Ehren
die  Musik  der  Trommeln  und  Blasinstrumente  des  gelben  Thores
auflführen  und  veranstaltete  Wettkämpfe.  Er  begleitete  ihn,  indem
er  ihn  mit  einem  Auftrag  entsandte.
Zur  Zeit  des  Kaisers  Hoan  erschien  der  König  des  Landes
wieder  an  dem  Hofe  mit  Tribut  und  Geschenken.  Der  Kaiser  trachtete ­
  um  diese  Zeit,  sich  das  Gebiet  von  Liao-tung  anzueignen.
In  den  Denkwürdigkeiten  von  Wei  heisst.es:
Fu-yü  gehörte  ursprünglich  zu  Yuen-tu.  In  dem  Lande  ist  es
Sitte,  dass,  wenn  eine  Feindschaft  entsteht,  sämmtliche  „Hinzugegebenen“ ­
  (kia)  selbst  kämpfen.  Die  niederen  Familien  haben  ein
gemeinschaftliches  Vordach  und  leben  von  den  ihnen  zugemessenen
Esswaaren.  Bei  Todesfällen  bedient  man  sich  im  Sommer  immer  des
Eises.  Man  hat  einen  äusseren  Sarg,  aber  keinen  inneren.  Man  bleibt
in  der  Trauer  durch  fünf  Monate  und  hält  die  lange  Dauer  für
ehrenvoll.  Während  der  Trauer  kleiden  sich  Männer  und  Weiber  in
reines  Weiss.  Die  Weiber  tragen  leinene  Kleider  und  entfernen
Binge  und  Gürtelsteine,  indem  sie  im  Ganzen  sich  nach  der  Sitte
des  Mittelreiches  richten.
Gegen  das  Ende  des  Hauses  Han  erweiterte  Kung-sün-15  das
Gebiet  im  Osten  des  Meeres  und  brachte  durch  sein  Ansehen  die
auswärtigen  östlichen  Fremdländer  zur  Unterwerfung.  Wei-kieu-tai,
König  von  Fu-yü,  schloss  sich  wieder  an  Liao-tung.  Um  diese  Zeit
waren  Keu-li  und  Sien-pi  stark.  Weil  Fu-yü  sich  zwischen  diesen
beiden  fremdländischen  Stämmen  befand,  vermälte  Kung-sün-to  den
König  jenes  Landes  mit  einer  Tochter  seines  Hauses.
In  dem  Zeiträume  Tsching-sehi  (240  bis  248  n.  Chr.)  entsandte
man  Wu-kieu-hien,  den  „stechenden  Geschichtschreiber“  (tlise-sse)
von  Yeu-tseheu  mit  dem  Aufträge,  Keu-li  zu  strafen.  Man  schickte
ferner  Wang-hin,  den  Statthalter  von  Yuen-tu,  nach  Fu-yü.  Der
König  dieses  Landes  schickte  einen  „Hunde-Hinzugegebenen“
(kiuen-kia)  zum  Empfange  des  Gesandten  an  den  Vorwerken  und
versah  das  Heer  mit  Mundvorräthen.
In  Fu-yü  ist  es  eine  alte  Sitte,  in  den  Fällen,  wo  Wasser  oder
Dürre  regelwidrig  sind  und  die  fünf  Getreidearten  nicht  reifen,  die
            
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