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Pfizmaier
wird. Man nennt dies: der Trommel entgegengellen. Um dieselbe
Zeit entscheidet man in Sachen der Strafen und Streitigkeiten und
entlässt die Gefangenen aus den Gefängnissen.
Wenn ein Feldzug bevorsteht, opfert man ebenfalls dem Himmel.
Man tödtet ein Rind und weissagt aus den Hufen Glück oder
Unglück. Die Reisenden machen keinen Unterschied zwischen Tag
und Nacht. Sie lieben den Gesang und der Ton ihrer Lieder verstummt
niemals.
Die Strafen sind streng und werden rasch verhängt. Die Mertsehen
des Hauses desjenigen, der hingerichtet worden, werden eingezogen
und zu Sclaven gemacht. Von dem Diebe wird der zwölffache
Ersatz des Schadens gefordert. Männer und Weiber, welche Unzucht
begehen, werden getödtet. Man hat grossen Abscheu vor eifersüchtigen
Weibern. Nach der Hinrichtung werden die Leiehname wieder
auf der Höhe eines Berges zur Schau gestellt.
Wenn der ältere Bruder stirbt, so nimmt der jüngere Bruder die
Schwägerin zur Gattin. Die Todten bekommen einen äusseren Sarg,
aber keinen inneren. Man tödtet Menschen und begräbt sie mit dem
Verstorbenen, wobei oft gegen hundert Menschen geopfert werden.
Wenn der König begraben wird, verwendet man ein Kästchen mit
Edelsteinen. Der Kaiser der Han hatte einst dem Könige der Provinz
Yuen-tu ein Kästchen mit Edelsteinen zukommen lassen. Als der
König starb, holte man das Kästchen ab und begrub es mit ihm.
Im fünf und zwanzigsten Jahre des Zeitraumes Kien-wu (49
n. Chr.) schickte der König von Fu-vü einen Gesandten, der Tribut
darreichte. Kaiser Kuang-wu begegnete ihm mit Auszeichnung. Seit
dieser Zeit wurde der Verkehr durch Gesandte alljährlich fortgesetzt.
Im fünften Jahre des Zeitraumes Yung-tsehu (111 n. Chr.)
stellte sich der König von Fu-yü an die Spitze von sieben- bis achttausend
Fussgängern und Reitern, plünderte Lö-lang und tödtete
oder verwundete die Angestellten und die Bewohner. Später unterwarf
er sich wieder und bewirkte seinen Anschluss.
Im ersten Jahre des Zeitraumes Yung-ning (120 n. Chr.)
schickte der König seinen zur Nachfolge bestimmten Sohn Weikieu-tai
mit dem Aufträge, sich an die Thorwarte zu begeben und
Tribut und Geschenke zu reichen. Der Himmelssohn beschenkte
Wei-kieu-tai mit einem Siegel sammt dem breiten Bande, mit Gold
und bunten Stoffen.