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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 57. Band, (Jahrgang 1867)

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P  f  i  z  m  a  i  e  r

wache  besorgt  die  Geschälte  in  Bezug  auf  die  Krieger  des  Nachtlagers ­
  und  der  Leibwache.  Der  Tso-ping  der  Vorhalle  des  Hofes  besorgt ­
  die  Geschäfte  in  Bezug  auf  Strafen  und  Streitigkeiten.  Der
Tso-ping  der  Obrigkeiten  der  Streitmacht  besorgt  die  Geschäfte  in
Bezug  auf  die  auswärts  befindlichen  Streitkräfte  und  die  Pferde.
Was  die  Strafen  betrifft,  so  werden  Empörer  mit  dem  Tode
bestraft  und  ihr  Haus  wird  eingezogen.  Wer  einen  Menschen
tödtet,  kann  sich  mit  drei  Sclaven  oder  Sclavinnen  loskaufen.  Obrigkeitliche ­
  Personen,  welche  Güter  empfangen,  und  Diebe  müssen  das
Versteckte  dreifach  ersetzen.  Die  Ersteren  sind  ferner  auf  Lebensdauer ­
  ihres  Amtes  enthoben.
Die  Abgaben  und  die  Erzeugnisse  des  Bodens  sind  grösstentheils
dieselben  wie  in  Kao-li.  Der.König  trägt  einen  purpurnen  Mantel  mit
grossen  Ärmeln,  Beinkleider  von  grüner  Seide,  eine  mit  goldenen
Blumen  verzierte  Mütze  von  schwarzem  Flor,  einen  Gürtel  von  rohem ­
  Leder  und  Schuhe  von  schwarzem  Leder.  Alle  obrigkeitlichen
Personen  tragen  Kleider  von  rother  Seide  und  Mützen,  welche  mit
silbernen  Blumen  verziert  sind.  Die  gewöhnlichen  Menschen  dürfen
keine  rotlien  oder  purpurnen  Kleider  tragen.
Das  Jahr,  die  Jahreszeiten,  die  versteckten  Tage  >)  und  die
Schalttage  sind  so  wie  in  dem  mittleren  Reiche.  Unter  den  Büchern
befinden  sich  die  fünf  King,  die  Werke  Khung-tse's  und  die  Geschichtschreiber. ­
  Bei  den  Denksäulen  und  den  Verzierungen  der
Tempel  richtet  man  sich  nach  den  Vorschriften  des  mittleren  Reiches.
In  dem  Meere  im  Südwesten  des  Reiches  befinden  sich  drei
Inseln.  Die  erste  unter  ihnen  bringt  den  gelben  Firnissbaum  hervor.
Derselbe  hat  Ähnlichkeit  mit  dem  kleinen  Hartriegel  (siao-kia),  der
Baum  ist  jedoch  grösser.  Im  sechsten  Monate  nimmt  man  den  Saft  und
bestreicht  damit  die  Geräthschaften.  Die  Farbe  derselben  wird  gleich
dem  Golde  und  der  Glanz  blendet  die  Augen.
Dasselbe  Buch  der  Thang  sagt:
Im  vierten  Jahre  des  Zeitraumes  Wu-te  (621  n.  Chr.)  schickte
Fu-vü-tschang,  König  von  Pe-tsi,  einen  Gesandten,  der  als  Geschenk
Früchte  reichte  und  Pferde  brachte.  Im  siebenten  Jahre  desselben
Zeitraumes  (624  n.  Chr.)  schickte  der  König  wieder  einen  grossen
Minister,  der  an  dem  Hofe  eine  Denkschrift  überreichte  und  Tribut

So  heissen  drei  Tage  des  sechsten  Monats.
            
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