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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 57. Band, (Jahrgang 1867)

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P  f  i  z  m  a  i  er

In  dem  Nan-sse 1 )  wird  gesagt:
Zu  den  Zeiten  von  Tsin,  im  dreizehnten  Jahre  des  Zeitraumes
I-hi  (416  n.  Chr.)  bekleidete  Yii-ying,  König  von  Pe-tsi,  die  Würde
eines  den  Osten  niederhaltenden  Heerführers,  den  man  in  den  Besitz ­
  eines  Abschnittsrohres  setzte  und  der  in  Sachen  der  Heere  von
Pe-tsi  die  Aufsicht  führte,  so  wie  eines  Königs  von  Pe-tsi.
Zu  den  Zeiten  des  (unter  den  Höfen  des  Nordens  und  Südens
berschenden)  Hauses  Sung,  in  dem  zweiten  Jahre  des  Zeitraumes
Yuen-kia  (42ö  n.  Chr.)  wurde  eine  Verkündung  erlassen,  der  gemäss
der  „zugleich  Meldende“  (kien-kie-tsche)  Liü-khieu-ngen-tse  und
der  „zugleich  dem  Meldenden  Zugetheilte  (kien-fu-kie-tsche)  Tingking-tse
  sich  auf  die  Reise  begaben  und,  den  höchsten  Willen  bekannt ­
  machend,  den  König  trösteten  und  bewillkommeten.  Später
schickte  der  König  alljährlich  einen  Gesandten,  der  eine  Denkschrift
überreichte  und  die  Erzeugnisse  der  Gegend  als  ein  Geschenk  bot.
Im  sieben  und  zwanzigsten  Jahre  desselben  Zeitraumes  (446
n.  Chr.)  überreichte  der  König  eine  Denkschrift  und  begehrte  „die
vermischten  Wahrsagungen  des  Waldes  der  Verwandlungen“  (yilin-tsä-tschen)
  und  eine  Armbrust  der  Hüfte  (yao-nuj.  Kaiser  Wen
gab  ihm  beides.
Zu  den  Zeiten  des  (unter  den  Höfen  des  Nordens  und  Südens
herrschenden)  Hauses  Liang,  in  dem  Zeiträume  Thien-kien  (502  bis
519  n.  Chr.)  gab  man  dem  Könige  die  höhere  Benennung,  eines  den
Osten  erobernden  Heerführers.  Man  suchte  dadurch  zu  bewirken,
dass  das  Reich,  durch  Kao-li  geschlagen,  schwinde  und  schwach
werde.  Nach  einer  Reihe  von  Jahren  übersiedelte  der  König  und
wohnte  auf  dem  Gebiete  des  südlichen  Reiches  Hän.
Im  zweiten  Jahre  des  Zeitraumes  Pu-thung  (521  n.  Chr.)  überreichte ­
  König  Yü-lung  eine  Denkschrift,  worin  er  erklärte,  dass  er
zu  wiederholten  Malen  durch  Kao-Ii  geschlagen  worden.  Man  begann
jetzt,  mit  ihm  wieder  in  Freundschaft  zu  verkehren,  und  Pe-tsi
wurde  von  Neuem  ein  starkes  Reich.
Im  fünften  Jahre  desselben  Zeitraumes  (524  n.  Chr.)  starb
König  Lung.  In  einer  Verkündung  wurde  dessen  Sohn  Ming  zum
Könige  von  Pe-tsi  ernannt.  Die  feste  Stadt,  welche  dieser  zu  seiner
Hauptstadt  machte,  hiess  Ku-roa.  Die  Städte  heissen  Yen-lu,  und

*)  Nan-sse,  die  Geschichtschreiber  des  Südens,  d.  i.  der  südlichen  Höfe.
            
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