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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 57. Band, (Jahrgang 1867)

Nachrichten  von  den  alten  Bewohnern  des  heutigen  Corea.

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In  demselben  Pe-sse  wird  gesagt:
Der  Familienname  des  Königs  des  Reiches  Pe-tsi  ist:  Geschlecht
Fu-yü.  Sein  gewöhnlicher  Name  ist  Yü-lo-hia.  Das  Volk  heisst  Ivienke-tschi-hia,
  was  so  viel  als  ping-wang  (mit  dem  Könige  vereint).
Die  Gemalin  des  Königs  heisst  Yü-lö-hia,  was  so  viel  als  fei
(Königin).
Unter  den  Obrigkeiten  gibt  es  sechzehn  Abstufungen.  Tso-ping,
aus  fünf  Menschen  bestehend,  ist  die  erste  Stufe.  Tä-sö,  aus  dreissig
Menschen  bestehend,  ist  die  zweite  Stufe.  Ngen-sö  ist  die  dritte  Stufe.
Te-so  ist  die  vierte  Stufe.  Kan-sö  ist  die  fünfte  Stufe.  Nai-sö  ist  die
sechste  Stufe.  Die  oben  genannten  Obrigkeiten  haben  ihre  Mützen
mit  silbernen  Blumen  verziert.
Tsiang-te  ist  die  siebente  Stufe.  Sie  unterscheidet  sich  durch
purpurne  Gürtel.  Schi-te  ist  die  achte  Stufe.  Sie  unterscheidet  sich
durch  schwarze  Gürtel.  Ku-te  ist  die  neunte  Stufe.  Sie  unterscheidet
sich  durch  rothe  Gürtel.  Ki-te  ist  die  zehnte  Stufe.  Sie  unterscheidet
sich  durch  grüne  Gürtel.  Tui-te  ist  die  eillte  Stufe.  Wen-tö  ist  die
zwölfte  Stufe.  Beide  unterscheiden  sich  durch  gelbe  Gürtel.  Wu-tö
ist  die  dreizehnte  Stufe.  Tso-kiün  ist  die  vierzehnte  Stufe.  Schin-wu
ist  die  fünfzehnte  Stufe.  Kiuen-yü  ist  die  sechzehnte  Stufe.  Die  letztgenanten ­
  Stufen  unterscheiden  sich  durch  weisse  Gürtel.
Von  der  Stufe  Ngen-sö  abwärts  ist  die  Zahl  der  obrigkeitlichen
Personen  unbeständig.  Bei  allen  Stufen  gibt  es  Classen  und  Abtheilungen. ­

Speisen  und  Getränke  so  wie  die  Kleidung  der  Bewohner  sind
im  Ganzen  dieselben  wie  in  Kao-li.  Bei  dem  Erscheinen  an  dem  Hofe,
bei  Begrüssungen  und  bei  dem  Gottesdienste  setzen  sie  Flügel  an
die  beiden  „Kisten“  ihrer  Mütze.  Bei  einem  Feldzuge  findet  weder
Begrüssung  noch  Meldung  statt.  Bei  der  Begrüssung  ist  es  Sitte,  die
beiden  Hände  auf  den  Boden  zu  stützen.
Die  Weiber  bedienen  sich  nicht  der  Schminke  und  schwärzen
auch  nicht  die  Augenbrauen.  Die  Mädchen  flechten  ihr  Haupthaar,
das  sie  rückwärts  herabhängen  lassen.  Wenn  sie  verheiratet  sind,
theilen  sie  es  in  zwei  Theile  und  wickeln  es  über  dem  Haupte  zusammen. ­
  Die  Kleider  haben  Ähnlichkeit  mit  Mänteln,  die  Ärmel  sind  jedoch ­
  etwas  grösser.
Als  Waffen  besitzt  man  Bogen,  Pfeile,  Schwerter  und  Lanzen.
Man  schätzt  die  Reitkunst  und  das  Bogenschiessen.  Die  Musik-
            
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