Nachrichten von den alten Bewohnern des heutigen Corea.
473
In demselben Pe-sse wird gesagt:
Der Familienname des Königs des Reiches Pe-tsi ist: Geschlecht
Fu-yü. Sein gewöhnlicher Name ist Yü-lo-hia. Das Volk heisst Ivienke-tschi-hia,
was so viel als ping-wang (mit dem Könige vereint).
Die Gemalin des Königs heisst Yü-lö-hia, was so viel als fei
(Königin).
Unter den Obrigkeiten gibt es sechzehn Abstufungen. Tso-ping,
aus fünf Menschen bestehend, ist die erste Stufe. Tä-sö, aus dreissig
Menschen bestehend, ist die zweite Stufe. Ngen-sö ist die dritte Stufe.
Te-so ist die vierte Stufe. Kan-sö ist die fünfte Stufe. Nai-sö ist die
sechste Stufe. Die oben genannten Obrigkeiten haben ihre Mützen
mit silbernen Blumen verziert.
Tsiang-te ist die siebente Stufe. Sie unterscheidet sich durch
purpurne Gürtel. Schi-te ist die achte Stufe. Sie unterscheidet sich
durch schwarze Gürtel. Ku-te ist die neunte Stufe. Sie unterscheidet
sich durch rothe Gürtel. Ki-te ist die zehnte Stufe. Sie unterscheidet
sich durch grüne Gürtel. Tui-te ist die eillte Stufe. Wen-tö ist die
zwölfte Stufe. Beide unterscheiden sich durch gelbe Gürtel. Wu-tö
ist die dreizehnte Stufe. Tso-kiün ist die vierzehnte Stufe. Schin-wu
ist die fünfzehnte Stufe. Kiuen-yü ist die sechzehnte Stufe. Die letztgenanten
Stufen unterscheiden sich durch weisse Gürtel.
Von der Stufe Ngen-sö abwärts ist die Zahl der obrigkeitlichen
Personen unbeständig. Bei allen Stufen gibt es Classen und Abtheilungen.
Speisen und Getränke so wie die Kleidung der Bewohner sind
im Ganzen dieselben wie in Kao-li. Bei dem Erscheinen an dem Hofe,
bei Begrüssungen und bei dem Gottesdienste setzen sie Flügel an
die beiden „Kisten“ ihrer Mütze. Bei einem Feldzuge findet weder
Begrüssung noch Meldung statt. Bei der Begrüssung ist es Sitte, die
beiden Hände auf den Boden zu stützen.
Die Weiber bedienen sich nicht der Schminke und schwärzen
auch nicht die Augenbrauen. Die Mädchen flechten ihr Haupthaar,
das sie rückwärts herabhängen lassen. Wenn sie verheiratet sind,
theilen sie es in zwei Theile und wickeln es über dem Haupte zusammen.
Die Kleider haben Ähnlichkeit mit Mänteln, die Ärmel sind jedoch
etwas grösser.
Als Waffen besitzt man Bogen, Pfeile, Schwerter und Lanzen.
Man schätzt die Reitkunst und das Bogenschiessen. Die Musik-