Nachrichten von den alten Bewohnern des heutigen Corea.
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Die Trennung der Geschlechter ist in dem Lande gewöhnlich.
Bei Leichenbegängnissen bedient man sich der Flügel grosser Vögel.
Man will dadurch bewirken, dass der Todte aus dem Reiche emporfliege.
Wenn man Häuser baut, bindet man in der Quere Bäume
zusammen, so dass das Gebäude mit einem Gefängnisse Ähnlichkeit
hat.
Pien-han.
In dem Buche der späteren Han wird gesagt:
Das Volk Pien-han wohnt mit dem Volke von Schin-han vermengt.
Es hat die Städte, Vorstädte und die Kleidung mit diesem
gemein. In der Sprache und in den Sitten bestellt jedoch ein Unterschied.
Die Bewohner des Landes sind von Gestalt gross, sie besitzen
schönes Haupthaar, ihre Kleidung ist reinlich, ihre Strafen und Gesetze
sind jedoch sehr streng. Das Reich befindet sich in der Nähe
der Stämme von Wo, deswegen ist in ihm der Gebrauch, den Leib
zu bemalen, ziemlich verbreitet.
Als Hoai, König von Tschao-sien, durch Wei-muan geschlagen
wurde, stellte er sich an die Spitze der noch übrigen Menschen
seines Stammes, deren Zahl einige Tausende betrug, und flüchtete
sich auf das Meer. Er überfiel und vernichtete hierauf das Reich Mahan
und bewirkte seine Einsetzung zum Könige von Han. Die Nachkommen
des Königs Hoai gingen jedoch zu Grunde, und ein Eingeborncr
des Reiches Han wgrf sich wieder zum Könige auf.
Im zwölften Jahre des Zeitraumes Kien-wu (36 n. Chr.) begaben
sich Su-ma-schi, ein Eingeborner der Stadt Lien-sse, und noch
andere Männer des Reiches Han nach Lo-lang, wo sie Tribut und
Geschenke brachten. Der Kaiser Kuang-wu belehnte Su-ma-schi,
indem er ihn zum Gebieter der somit zu dem Hause Han gehörenden
Stadt Lien-sse ernannte. Diese Stadt wurde zu der Provinz Lö-lang
geschlagen, und der Gebieter derselben sollte zu den vier Jahreszeiten
an dem Hofe erscheinen und Meldungen bringen.
In den letzten Jahren des Kaisers Ling aus dem Hause der
späteren Han, befanden sich Mi und Ilän in ihrer Machtfülle, in den
Provinzen und Districten konnte man keine Ordnung schaffen, das