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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 57. Band, (Jahrgang 1867)

Nachrichten  von  den  alten  Bewohnern  des  heutigen  Corea.

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Die  Trennung  der  Geschlechter  ist  in  dem  Lande  gewöhnlich.
Bei  Leichenbegängnissen  bedient  man  sich  der  Flügel  grosser  Vögel.
Man  will  dadurch  bewirken,  dass  der  Todte  aus  dem  Reiche  emporfliege. ­

Wenn  man  Häuser  baut,  bindet  man  in  der  Quere  Bäume
zusammen,  so  dass  das  Gebäude  mit  einem  Gefängnisse  Ähnlichkeit
hat.

Pien-han.
In  dem  Buche  der  späteren  Han  wird  gesagt:
Das  Volk  Pien-han  wohnt  mit  dem  Volke  von  Schin-han  vermengt. ­
  Es  hat  die  Städte,  Vorstädte  und  die  Kleidung  mit  diesem
gemein.  In  der  Sprache  und  in  den  Sitten  bestellt  jedoch  ein  Unterschied. ­

Die  Bewohner  des  Landes  sind  von  Gestalt  gross,  sie  besitzen
schönes  Haupthaar,  ihre  Kleidung  ist  reinlich,  ihre  Strafen  und  Gesetze ­
  sind  jedoch  sehr  streng.  Das  Reich  befindet  sich  in  der  Nähe
der  Stämme  von  Wo,  deswegen  ist  in  ihm  der  Gebrauch,  den  Leib
zu  bemalen,  ziemlich  verbreitet.
Als  Hoai,  König  von  Tschao-sien,  durch  Wei-muan  geschlagen
wurde,  stellte  er  sich  an  die  Spitze  der  noch  übrigen  Menschen
seines  Stammes,  deren  Zahl  einige  Tausende  betrug,  und  flüchtete
sich  auf  das  Meer.  Er  überfiel  und  vernichtete  hierauf  das  Reich  Mahan
  und  bewirkte  seine  Einsetzung  zum  Könige  von  Han.  Die  Nachkommen ­
  des  Königs  Hoai  gingen  jedoch  zu  Grunde,  und  ein  Eingeborncr
  des  Reiches  Han  wgrf  sich  wieder  zum  Könige  auf.
Im  zwölften  Jahre  des  Zeitraumes  Kien-wu  (36  n.  Chr.)  begaben ­
  sich  Su-ma-schi,  ein  Eingeborner  der  Stadt  Lien-sse,  und  noch
andere  Männer  des  Reiches  Han  nach  Lo-lang,  wo  sie  Tribut  und
Geschenke  brachten.  Der  Kaiser  Kuang-wu  belehnte  Su-ma-schi,
indem  er  ihn  zum  Gebieter  der  somit  zu  dem  Hause  Han  gehörenden
Stadt  Lien-sse  ernannte.  Diese  Stadt  wurde  zu  der  Provinz  Lö-lang
geschlagen,  und  der  Gebieter  derselben  sollte  zu  den  vier  Jahreszeiten ­
  an  dem  Hofe  erscheinen  und  Meldungen  bringen.
In  den  letzten  Jahren  des  Kaisers  Ling  aus  dem  Hause  der
späteren  Han,  befanden  sich  Mi  und  Ilän  in  ihrer  Machtfülle,  in  den
Provinzen  und  Districten  konnte  man  keine  Ordnung  schaffen,  das
            
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