Nachrichten von den alten Bewohnern des heutigen Corea.
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In dem Zeiträume Kien-ngan (196 bis 220 n. Clir.) lagerte
Kung-siin-khang mit getheilten Streitkräften in dem Districte der
Linken und bildete aus dem südlichen wüsten Lande die Provinz
Tai-fang. Man entsandte ferner Kung-sün-mo, Tschang-schang und
andere Anführer mit dem Aufträge, die zurückgelassenen Menschen
an sich zu ziehen und zu sammeln. Nachdem man eine Kriegsmacht
zusammengebracht, unternahm man einen Angriff auf das Reich Hanmi,
dessen alte Bewohner nach und nach austraten. Das Reich Wohan
wurde hierauf in Tai-fang einverleibt.
In dem Zeiträume King-tschu von Wei (237 bis 239 n. Chr.)
wurden Lieu-hin, Statthalter von Tai-fang, und Sien-yü-tlise, Statthalter
von Lo-lang, von dem Kaiser Ming von Wei mit dem Aufträge
entsandt, das Meer zu übersetzen und die zwei Provinzen zu beruhigen.
Den Tschin-tschi (grossen Anführern in den Städten) der
Reiche von Han wurde das Siegel eines Gebieters der Stadt sammt
dem breiten Bande verliehen. Die diesen im Range zunächst stehenden
Männer wurden Älteste der Städte.
In dem Lande trägt man gerne Kopftücher. Wenn untergeordnete
Familien sich in die Provinz begeben oder an dem Hofe Meldungen
machen, entlehnen sie ein Kopftuch und schmücken sich mit
dem Siegel und dem breiten Bande.
Weil Lo-lang ursprünglich die Reiche von Han lenkte, trennte
U-lin, der Geschäftsträger in der Abtheilung, acht Reiche von Schinhan
los und vereinigte sie mit Lo-lang.
In den Denkwürdigkeiten von Wei heisst es ferner:
Yeu-tscheu-hu befindet sich auf einer grossen Insel in dem
Meere westlich von Ma-han. Die Bewohner sind von ungleicher und
kurzer Gestalt. Ihre Sprache ist von derjenigen des Reiches Han
verschieden. Ihr Haupt ist glatt geschoren als ob es mit dem Gürtel
Sien-pi zusammengedrückt wäre. Sie tragen nur lederne Kleider, die
einen Obertheil aber keinen Untertheil besitzen. Sie halten gerne
Rinder und Schweine. Sie fahren auf Schiffen umher und erscheinen
auf den Märkten im Inneren des Reiches Han, wo sie Handel
treiben.