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P f i z ra a i e r
Wenn die Bewohner der Städte und Niederlassungen sich
gegen fremdes Gebiet Einfälle und Angriffe zu Schulden kommen
lassen, verhält man den schuldigen Theil sofort zum Erläge einer
Busse, die in lebenden Pferden und Rindern besteht. Man nennt dies:
das Unheil zurechtweisen. Wer einen Menschen tödtet, wird mit
dem Tode bestraft.
Die Räuber verfertigen Lanzen, deren Länge drei Klafter beträgt.
Wenn es zum Kampfe kommt, fassen mehrere Menschen zugleich
eine solche Lanze, und sie zeigen dabei Geschicklichkeit in dem
Kampfe zu Fuss.
Die Sandelbogen von Lö-lang stammen aus diesem Lande. Das
Meer wirft die Häute gestreifter Fische aus. Der Boden ist fruchtbar,
und das Land besitzt gefleckte Leoparde. Dasselbe erzeugt auch
Früchte und liefert Pferde, die zu den Zeiten der Han zu Geschenken
verwendet wurden.
Im sechsten Jahre des Zeitraumes Tsching-schi (245 n. Chr.)
übergaben Teng-meu, Statthalter von Lo-lang, und Kiung-tsün,
Statthalter von Tai-fang, das im Osten der Gebirge gelegene Land
51t an Keu-li. Man sammelte ein Heer und griff dieses Land an,
worauf Teng-khiü-yi, Fürst von Pü-nai, sich unterwarf.
Im achten Jahre desselben Zeitraumes (247 n Chr.) begab
sich dieser Fürst zu der Thorwarte, huldigte an dem Hofe und
brachte Tribut. Es erfolgte eine Verkündung, der gemäss er wieder
zum Könige von Pü-nai-nn ernannt wurde.
Dieser König lebte mitten unter den Bewohnern seines Landes,
ohne von ihnen irgendwie abgeschlossen zu sein. Zu den vier Jahreszeiten
begab er sich in die Provinz, erschien an dem Hofe und
brachte Meldungen vor. Wenn in den zwei Provinzen (Lo-lang und
Tai-fang) ein Feldzug ins Werk gesetzt wurde oder die Abgaben zu
regeln waren, liess man ihn dabei Dienste leisten. Die Angestellten
behandelten ihn wie einen Mann des Volkes.
Die drei Han.
In dem Buche der späteren Han wird gesagt:
Es gibt drei Stämme von Han. Der erste heisst Ma-han. Der
zweite heisst Schin-han. Der dritte heisst Pien-han.