Nachrichten von den alten Bewohnern des heutigen Corea.
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trat der Gegensatz zwischen Han und diesen Ländern, welche man
noch mit dem Namen IIu bezeiclinete, immer mehr hervor. Es gab
daselbst weder grosse Gebieter noch Älteste. Seit den Zeiten von
Han bestanden die Obrigkeiten in Lehensfürsten, Gebietern der Städte
und in drei Alten. Dieselben lenkten die unter ihnen stehenden Familien
als Vorgesetzte.
Die Greise des Landes waren der Meinung, dass das Volk von
Wei-mi desselben Stammes wie dasjenige von Keu-li. Die Bewohner
sind von Charakter redlich, sie haben wenige Wünsche und besitzen
Ehrgefühl. Sie machen keine Einfälle in das Land Keu-li.
Die Sprache, die Gesetze und die Gewohnheiten des Landes
sind im Ganzen dieselben wie in Keu-li. Die Kleidung ist jedoch
verschieden. Die Kleider der Männer und Weiber zeigen einen krummen
Halstheil. Die Männer umbinden sich zur Zierde mit silbernen
Blumen, deren Breite mehrere Zoll beträgt.
Was westlich von dem grossen Gebirge Tan-tan gelegen war,
gehörte zu Lo-lang. Den sieben Districten im Osten war ein Tu-wei
(Beruhiger der Hauptstadt) vorgesetzt. Alles wurde jedoch mit dem
(dem Namen Wei-mi zu Grunde liegenden) Namen Wei benannt.
Später beschränkte man den Wirkungskreis des Tu-wei und setzte
die grossen Anführer zu Lehensfürsten ein. Die heutigen Stämme
von Pü-nai-mi sind von dem Stamme dieses Volkes.
In dem Lande ist es Sitte, dass Personen von gleichem Familiennamen
sich nicht durch Heirat verbinden. Daselbst hat man überdies
vor vielen Dingen Scheu und vermeidet auch vieles. So oft Krankheiten
entstehen oder ein Todesfall sich ereignet, verlässt man ohne
weiteres die alte Behausung und baut sich einen neuen Wohnsitz.
Es gibt Leinwand, Hanf, Seidenraupen und Seide. Für die
Speisen und Getränke bedient man sich ebenfalls der Hackbretter
und der Esskörbe. Die Einwohner beobachten die Gestirne und
bestimmen dadurch im Voraus, ob das Jahr fruchtbar oder unfruchtbar
sein werde. Ihre Gebräuche bei Hochzeiten, bei der Trauer und
bei Leichenbegängnissen haben Ähnlichkeit mit denen von Keu-li.
Perlen und Edelsteine werden von ihnen nicht für kostbar gehalten.
Sie feiern immer das Fest des zehnten Monats, wo sie dem
Himmel opfern. Dabei trinken sie Tag und Nacht Wein, tanzen und
singen. Sie nennen dies mit Namen: vor dem Himmel tanzen. Sie
opfern auch dem Tiger, der von ihnen für einen Gott gehalten wird.
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