Schulte, Über die Summa leguin des Codex (iottwicensis. etc.
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Über die
Summa legiim des Codex Gottwieensis Nr. 38.
Aus dem XII. Jahrhundert.
Von Dr. Friedrich Schulte.
(Mit 1 Tafel.)
§• 1.
Die Handschrift.
Der Codex membraneus der Bibliothek des Benedictinerstiftes
Göttweig in Niederösterreich, — für dessen durch die Güte des
hochwürdigsten Herrn Prälaten gestattete Benutzung in Prag ich
meinen verbindlichsten Dank darbringe, — Nr. 38. (100), Folio
enthält zwei von einander ganz unabhängige Stücke.
Auf den ersten 86 Blättern steht des h. Bernhard Expositio
in eanticum canticorum und einige andere Stücke von einer Hand
des 12. Jahrhunderts.
Die letzten 50 Blätter enthalten 5 Lagen zu je 4 Doppelblättern,
die letzte zu 5 Doppelblättern, die Seite je 31 Zeilen. Das Pergament
ist nicht sehr dünn, hat einen blassgelben Ton, einzelne schadhafte
Stellen, ist bisweilen ziemlich tleisehigt, im ganzen aber sehr gut.
Die von der des ersten Stückes verschiedene Schrift ist durchweg
sehr schön und gross, jedoch von Fol. 113 an flüchtiger. Sie gehört
unzweifelhaft dem XII. Jahrhundert an. Um die eigene ßeurtheilung
zu ermöglichen, gebe ich als Beilage ein ganz getreues Facsimile der
acht ersten Zeilen. Dazu bemerke ich noch, dass ae regelmässig «e,
et auch oft &, us am Ende bisweilen als Ligatur geschrieben ist, s,
r, p, g häufig als Pfeilbuchstaben tief unter die unterste Zeile treten,
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