432 Zeissbe rg. Die Kriege K. Heim*. II. mit Herzog Bolesfaw I. v. Polen.
dungsgescliiclite des Klosters Brauweilern i), > n dem, einer Stiftung
ihrer Altern, die Königin Rlcheza, aus Polen vertrieben, ihr Leben
beschloss. Da diese Quelle erst zu Ende des 11. Jahrhunderts entstanden
ist, enthält sie allerdings im einzelnen manch’ irrthümliches.
So wird in derselben Miseco schon 1013 als selbstständiger „König
der Polen“ hingestellt, der, ohne dass sein Vater genannt wird, durch
Geschenke des Königs Heinrich Vermittelung bei seiper Werbung erlangt,
um so mehr, da sich von dem Zustandekommen der lleirath
die dauernde Befestigung des Friedens zwischen den Reichen der
Slaven und der Deutschen hoffen lässt, den Heinrich dann auch wirklich
zu einer Romfahrt benützt. Bestätigt aber wird wenigstens irn
allgemeinen der Zeitpunkt des Factums durch die Angaben polnischer
Quellen 2 ).
*) Edirt v. Harless im Arch. f. Gesch. d. N Rheins, hsg. v. Lacomblet. Bd. 4. S. 164 11'.
vgl. Waitz in d. Nachrichten v. d. Georg. August's Univ. z. Göttingen 1863. S. 3 ff.
3 ) Chronicon principum Poloniae, hei Stenzei SS. rer. Siles 1, 36 erwähnt: Miseco II.
habe die Schwester Kaiser Otto’s III. (eine hier weiterhin nicht in Betracht kommende
Verwechselung) 1013 geheirathet und mit ihr 1013 den Kasimir erzeugt.
Miseco selbst war nach den annal. Kamencenses (siehe meine Abhandlung über die
Zusammenkunft Otto's III. mit Bolesfaw I. zu Gnesen 343) im Jahre 1013, 23 Jahre
alt. Es entfällt daher gegenwärtig auch der Grund zu den von Röpell Gesch. Pol. 1,
663 geltend gemachten Bedenken. Trotzdem behält aber Röpell im übrigen auch
jetzt Recht in Bezug auf das, was er über die Chronologie der fundatio monasterii
Brunsvilrensis bemerkt. Nur legt er zu grosses Gewicht auf die Stelle im Chronogr.
Saxo ad a. 1034. Doch behalte ich mir vor, in anderem Zusammenhänge auf
diesen Punkt zurückzukommen.