Die Kriege K. Heinrich If. mit Herzog ßolesfaw F. von Polen.
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Händel im Osten gestört zu werden, dann aber die Einsicht, dass er
die sächsischen Grossen, wenn auch zu einer vorübergehenden Vertagung
ihrer Privatfehden bewegen, doch niemals dauernd für die
nationale Sache zu begeistern im Stande sein würde, zumal ja, wie
sich wiederholt im Verlaufe dieser Darstellung gezeigt hatte, viele,
vor allem geistliche Fürsten unverholen ihre Missbilligung der gegen
den Polenfürsten geführten Kriege aussprachen. Aber da zeigte sich,
wie wenig aufrichtig doch Bolestaw’s Friedensanerbietungen waren.
Der Kaiser ging nämlich nach Merseburg und wartete daselbst den
Erfolg der Verhandlungen ab. Denn die zwei Erzbischöfe von Mainz
und Magdeburg, Erkanbald und Gero, dann der Bischof Arnulf von
Halberstadt, und die Grafen Sigifrid und Bernhard und noch andere
Fürsten ritten an die Mulde und luden Bolestaw durch Gesandte an
die Elbe zu der von ihm gewünschten Besprechung ein. Bolestaw
empfing die Botschaft zu Sciciani; als er sie angehört, entschuldigte
er sich damit, dass er aus Furcht vor seinen Feinden nicht wagen
würde, sich einzufinden. Und da die Boten nun einwandten: „Was er
wohl dann thun würde, wenn ihre Herren an die schwarze Elster
kämen? “erwiederte er kurz: „nicht einmal über die Brücke hier will
ich gehen.“ Damit kehrten die Gesandten zu den Fürsten zurück,
welche, nachdem sie vierzehn Tage *) lang an der Mulde gelagert,
entrüstet über den ihnen durch Bolestaw angethanen Schimpf,
aufbrachen und dem Kaiser, der zu Merseburg Mariae Reinigung
(2. Fbr.) gefeiert hatte, die Meldung von ihrer misslungenen Sendung
hinterbrachten.
Der Kaiser beschloss auf die ihm gemachte Meldung hin Krieg;
alle Getreuen wurden ermahnt, sich für denselben bereit zu halten,
und um jede Möglichkeit neuerlichen Verrathes abzuschneiden, erliess
Heinrich ein strenges Verbot, dass von nun an zwischen den sächsischen
Fürsten und dem Reichsfeinde keine Gesandtschaften mehr gewechselt
werden sollten und es wurde überdies fleissig Nachforschung
gehalten, wer dies bisher zu thun sich heraus genommen habe 2).
Der Kaiser ging von Merseburg nach Magdeburg, wo er am 9. Fbr.
ankam und noch am 22. weilte. Am 23. verliessen Heinrich und seine
Gemalin Magdeburg und kamen Sonntag den 24. Fbr. nach Halbert)
„srod zimy“ fügt Szajnocha Bol.' Ch. 156 hinzu.
2 ) Thietmar I. 7, c. 36.
Sitzb. d. phil.-hist. CI. LVII. Bd. II. Hft.
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