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Zeissberg
befestigt hatte, Bernhard gegenüber, Miseco aber stand, wie einst
sein Vater, mit geordneten Schaaren zu Crosna am Einflüsse der
Bober in die Oder. Über die yon BolesJaw getroffenen Vorkehrungen
zur Bescliützung der südlichen Theile seines Gebietes erfahren wir
nichts.
Der Zug batte einen guten Beginn. Als Heinrich den Gau Lusizi,
der im Besitze der Polen war, betrat, machte die Besatzung der Burg
Ciani, wahrscheinlich des oben genannten Sciciani, einen Ausfall,
es wurden aber durch das deutsche Heer viele von ihnen niedergemacht
und der Sachse Hericli, den man den Stolzen nannte und
der wegen Todschlags zu den Polen geflohen war, gefangen und
gefesselt vor den König gebracht. In der That hatte doch diese erste
Waffenthat die Folge, dass nun Heinrich den Marsch bis an die Oder
unangegriffen fortsetzen konnte. Dort angelangt, machte er noch
einen letzten Versuch, wenigstens Miseco zur Besinnung zu bringen.
Er sandte an ihn gerade die Fürsten, die sich einst für ihn verbürgt
batten, und überliess es diesen, ihn an die ihnen gegebenen eidlichen
Versprechen zu erinnern und ihm vorzustellen, dass er nur durch
seine Unterwerfung die Gefahr, dass der Kaiser ihre Güter in Beschlag
nehme, abwenden könne. Aber so sehr sie alle in ihn drangen,
er blieb unerschütterlich und erwiderte: „Ich erkenne an, dass
ich durch des Kaisers Gnade der Gewalt meines Feindes entrissen
wurde und dass ich euch Treue gelobte; und ich würde sie gerne in
jeder Hinsicht halten, wenn ich frei wäre. Nun aber stehe ich, wie
ihr wisst, unter meines Vaters Botmässigkeit, und da er dies nicht
zugibt und seine hier anwesenden Vasallen dies nicht zulassen, so
bin ich gezwungen zu unterlassen, was ihr fordert. Mein Vaterland,
in das ihr einzudringen sucht, werde ich, wofern ich es vermag, bis
zur Ankunft meines Vaters vertheidigen und wünsche ihn dann dem
Kaiser und euch zu gewinnen >)“. Sobald diese Antwort dem Kaiser
hinterbracht wurde, erzwang er, so erzählt nun Thietmar, unser Gewährsmann,
weiter, am 3. August den Übergang über die Oder, indem
er die Polen, die dies zu hindern suchten, empfindlich schlug, während
er selbst nur den Tod des „erlauchten Jünglings“ Hodo, Ekkrich’s
und noch eines anderen Mannes, des Grafen Guncelin, zu beklagen
Thietmar I. 7, c. 11.