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zwischen Brun und Adalbert, dieser sei klein von Gestalt, jener aber
hochgewachsen gewesen. Brun habe dann, gleich Adalbert beschlossen,
sein Bisthum zu verlassen und eine Bekehrungsreise anzutreten. Brun,
fährt derBericht fort, bat daher den Kaiser, für ihn auf seinen bischöflichen
Stuhl den von ihm selbst ausersehenen Oddricus —gemeint ist
derb. Udalrich, derschon 973 starb—zum Nachfolger weihen zu lassen.
Als dies geschehen war, reiste er seihst in demüthigem Aufzuge nach
Ungarn, welches Weiss-Ungarn heisst, zum Unterschiede von einem
andern, welches Schwarz-Ungarn genannt wird, weil dessen Bewohner
dunkelfarbig sind, wie die Athiopen. Derb. Adalbert bekehrte inzwischen
vier Landschaften, nämlich Polliana, Sclavania, Waredonia und Cracovia.
Hierauf ging er zu den Pincinaten, um auch diesen den Herrn
zu verkündigen. Dies Volk ist heidnich und äusserst roh. Nach acht
Tagen kam er zu ihnen und begann, ihnen Christum zu predigen, am
neunten, als sie ihn eben betend fanden, tödteten sie ihn mit eisernen
Geschossen und machten ihn zum Märtyrer Christi. Sodann hieben sie
ihm den Kopf ab und warfen den Bumpf in einen grossen See; sein
Haupt aber warfen sie auf das Feld den Vögeln zum Frasse hin. Ein
Engel Gottes aber nahm das Haupt und legte es neben den Bumpf ans
andere Ufer. Dort blieb es unangetastet und unversehrt, bis Kaufleute
an der Stelle vorbeikamen, die den h. Schatz mitnahmen und nach dem
Sclavenlande hin bekannt gaben. Der h. Brun aberbekehrte Ungarn und
ein anderes Land, welches Russin heisst. Er taufte ferner den König
von Ungarn, Namens Gouz, und nannte ihn in der Taufe Stefan; ihn
hob Kaiser Otto am Geburtstage des Protomartyrs Stefan aus der Taufe
und gewährte ihm sein Reich vollkommen unabhängig zu besitzen,
gestattete ihm ferner, eine h. Lanze allenthalben zu tragen, wie es
Sitte des Kaisers selbst ist, und gewährte ihm für seine Lanze Reliquien
von den Nägeln des Herrn und die Lanze des h. Mauritius.
Der genannte König liess auch seinen Sohn durch den h. Brun taufen
und gab ihm seinen Namen Stefan. Diesem Sohne gab Kaiser
Otto die Schwester des späteren Kaisers Heinrich zur Gemahn. Der
h. Brun aber wurde, als er zu den Pincinaten ging und Christum
ihnen zu verkünden begann, von ihnen gemartert, wie es dem h. Adalbert
geschehen war. Denn die Pincinaten in ihrer teuflischen Wuth
rissen ihm die Eingeweide aus dem Leibe, und machten ihn zu einem
der grössten Märtyrer Gottes. Seinen Leib kaufte das Volk der Russen,
um vieles Geld, und errichtete ihm zu Ehren in Russland ein Kloster,