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Zeissberg
wollen, nichts mit Milde, damit nicht er, der, die Güte selbst,
dieselbe lieht und dir gegenwärtig beisteht, zürne, nämlich Jesus.
Auch will ich nicht dem Könige widersprechen; es geschehe,
wie Gott will und Du willst. Ist es nicht besser, mit Heiden um
des Christenthums willen zu streiten, als den Christen Gewalt
antliun, um der weltlichen Ehre willen? Gewiss, der Mensch denkt,
Gott lenkt. Ist der König nicht mit Heiden und Christen mit aller
Macht in dieses Land eingebrochen? Was geschah? Hat der
h. Petrus, dessen Zinspflichtigen er sich nennt, hat der h. Märtyrer
Adalbert ihn nicht beschützt? Hätten sie es nicht gewollt, so würden
nicht jene heiligen fünf Märtyrer, die ihr Blut vergossen und
viele Wunder verrichten, nach ihrem Tode in seinem Lande ruhen.
Mein Herr! Du bist kein schwacher König, das wäre auch schädlich,
sondern ein gerechter und strenger Herrscher, was frommt, nur das
füge noch zu Deinem Benehmen, sei auch nachsichtig und gewinne
Dir nicht stets durch Gewalt, sondern auch durch Milde das Volk und
mache es fügsam. Du würdest sehen, dass man ein Volk mehr durch
Wohlthaten als durch Kriege gewinnt, und statt, wie jetzt an drei 1 )
Punkten, würdest du sodann nicht einmal an einem zu kämpfen haben.
Doch was geht dies uns an? Möge dies in seiner Weisheit der das
gute und gerechte beharrlich festhaltende König erkennen, mögen sich
von dieser Anschauung auch in der Ertheilung von Rathschlägen jedweder
Bischof, Graf und Herzog leiten lassen. Was hat aber all das
Gesagte für einen Bezug auf meine, vielmehr Gottes Sache? Ich will nur
zwei Momente, und nicht mehr, hervorheben. Zwei grosse Übelstände
die Gott und der kämpfende Petrus unter der rohen Heidenschaft
antrafen muss die neue Kirche sofort empfinden. Erstens, der Fürst
Bolezlavo, der mich aus Kräften des Leibes und der Seele bei der
Bekehrung der Preussen bereitwilligst unterstützen wollte und dem
kein Geld für dieses Unternehmen zu viel schien, wurde offenbar
durch den Krieg, den Euere Majestät für nothwendig erachtet, daran
gehindert und kann und vermag mich nicht in der Mission (evangelio)
zu unterstützen. Zweitens, obgleich die Liutizen Heiden sind und
Götzenbilder verehren, hat Gott nicht das Herz des Königs angetrieben,
diese um des Christenthums willen glorreich zu bekriegen, das
heisst vielmehr, sie nach Anweisung des Evangeliums zum Eintritte
„Dem slavischen, lothringischen und haierischen* Schauplätze; Ilirseh, Jb., II.‘2,