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Beiträge zur Kenntniss der Päli-Sprache. 29
o = u. gunhd der aufgehende Mond = altind. gydisnd, aggihutta
Feueropfer = altind. agniliotra, saggu alsogleich = altind.
sadyas (sadyo).
In den Formen issariya Herrschaft = altind. aigvarya, ussukka
Sehnsucht = altind. autsukya sind die alten Vrddhi’s ai, au statt in
e, o in i, u verkürzt worden.
Zuwachs von Halbvocalen und Nasalen.
Formen, welche mit i,e, u, o anlauten, werden manchmal dieentsprechendenHalbvocale
y, v vorgesetzt, yittha geopfert= altind. hta,
yeva also = altind. eva, vutta gesprochen = altind. ukta, vuöcati
er wird genannt = altind. ucyate, volokenta anblickend — altind.
avalokayan, vupasammati er wird gestillt = altind. upagdmyati.
In manchen Päliformen finden wir einen Nasal, wo er in den
entsprechenden altindischen fehlt z. B. nangara Stadt == altind. na
gara, sananntana ewig = altind. sanätana, urdriga Schlange =
altind. uraga, anga Elephant = altind. ndga. —
In dem Worte siha Löwe fehlt der Nasal = altind. sinha;
dafür ist Längung des vorhergehenden Vocals eingetreten.
Unregelmässige Verdopplung der Consonanten.
Hieher gehören die Formen suggata — su-gata, vippatti =
vi-patti, saddhamma = sa-dhamma und ähnliche, wo oft des
Metrums wegen Verdopplung eines Consonanten eintritt. y wird
besonders nach e und i, seltener nach u verdoppelt, wahrscheinlich
um die Länge der vorhergehenden Silbe zu bezeichnen, z. B. iccheyya,
er wünsche, lianeyya er tödte, phaseyyü sie mögen berühren, macdudheyya
Gebiet des Todes, seyyo besser, pätheyya Wegzehrung,
niyyamdna geführt, bhiyyo mehr, hiyyo gestern, abhibliuyya
bezwungen habend etc.
Bau der Silbe.
In der Mitte des Wortes kann die Silbe sowohl eine offene, als
geschlossene sein. Erstere kann sowohl kurzen als langen Vocal
enthalten; letztere duldet nur kurze Vocale. Ein in geschlossener
Silbe stehender langer Vocal muss verkürzt werden. Dopppelt geschlossene
Silben kommen im Pali nicht vor.