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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 57. Band, (Jahrgang 1867)

Die  Kriege  K.  Heinrich  II.  mit  Herzog  Bolesfnw  I.  von  Polen.

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beleuchtet  durch  folgende  Stelle  im  Lehen  des  h.  Romuald 1 ):
„Sie  alle  beschäftigten  sich  mit  Handarbeiten,  die  einen  verfertigten ­
  Löffel,  andere  nähten  Gewänder  oder  flochten  Netze“.
Hier  muss  er  einen  Sohn  des  Polenfürsten  Bolesfaw  kennen  gelernt
haben,  den  Romuald  in  die  Zahl  der  Mönche  aufgenommen  hatte,
und  der  dem  gefeierten  Lehrer  unter  andern  ein  Pferd  zu  Geschenke
gegeben  hatte.  —
Der  Zeitpunkt,  wann  Brun  Italien  wieder  verlies»!,  lässt  sich
nur  annähernd  bestimmen.  Nach  dem  chronicon  Halberstadense 2 )
nämlich  reiste  Brun  nach  Rom  noch  unter  Papst  Silvester  II.,  welcher
am  12. 8 )  Mai  1003  starb  und  empfing  von  ihm  das  Pallium  und  für
sich  und  jene  Mönche,  welche  in  Polen  den  Märtyrertod  erlitten,  die
Erlaubniss  zu  predigen.  Dazu  stimmt  nun  vortrefflich  eine  Stelle  der
vita  s.  Romualdi.  Hier  heisst  es,  die  beiden  Mönche  sandten,  als  sieben
Jahre  um  waren,  nach  Rom  einen  Mönch  und  baten  durch  denselben
den  Papst  um  die  Erlaubniss,  predigen  zu  dürfen 4 ).  Dies  geschah
aber,  wie  wir  aus  anderen  Gründen  oben  sahen,  im  Jahre  1003.
Auch  trugen  sie  dem  Boten  auf,  ihnen  einige  von  Romuald’s  Schülern
mitzubringen,  die  gleich  ihnen,  sich  auf  das  Eremitenleben  verstünden. ­
  Einer  von  denen,  die  diesem  Rufe  folgten,  war  wohl  unzweifelhaftBrun-Bonifacius.und
  auch  von  den  achtzehn  Gefährten,  die  seinen
Märtyrertod  theilten,  mögen  wenigstens  einige  aus  Romuald’s  Schule
hervorgegangen  sein.
Brun  zog  also  nach  Rom,  um  dort  von  dem  Papste  die  Erlaubnis» ­
  zu  predigen,  sich  und  jenen  Mönehen,  die  nach  ihm  gesandt,  zu
erbitten.  „Die  Reise  nach  Rom“,  so  erzählte  nachmals  ein  bejahrter
Mann,  der  ihn  von  Ravenna  aus  dahin  begleitet  hatte,  dem  Petrus  Damiani,
  „machten  der  ehrwürdige  Mann  und  seine  Gefährten  zu  Fuss,
er  selbst  beständig  singend  und  vor  den  übrigen  einherziehend  und
baarfuss.  Der  anstrengenden  Reise  wegen  ass  er  zwar  täglich,  aber
nur  immer  ein  halbes  Brod  und  trank  Wasser  dazu.  Brühe  nahm  er
nie  zu  sich,  sondern  an  Festtagen  legte  er  sich  noch  einige  Früchte
oder  Wurzel  verschiedener  Kräuter  hei“.  Die  folgenden  Worte  des

0  c.  26.:  Faciehant  autem  omnes  opera  inanmim,  alii  scilicet  coclearia,  alii  nebant
alii  retia  nectebant.“
*)  a.  o.  a.  0.
8 )  Nicht  11.  wie  Gregorovius,  G.  d.  St.  R.  IV,  7  aimimmt.
4 )  „Et  per  eum  summae  sedis  antistiti  praedicandi  licentiam  petunt.“
            
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