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das zwölfte seiner „Conversio“ bezeichnet wird ] ). Der Aufenthalt
in Rom wurde für den schwärmerischen Jüngling entscheidend. Der
Anblick des Klosters auf dem Aventin, in welchem der h. Adalbert
noch vor Kurzem sich aufgehalten hatte, und die hehren Erinnerungen,
die sich mit des dortigen Schutzheiligen 2 ) Namen, der auch der
seinige war, verknüpften, übten einen bewältigenden Eindruck auf
ihn aus. „Bonifacius heisse auch ich“, rief er bei dem Anblicke jener
Kirche aus, „warum soll nicht auch ich ein Blutzeuge Christi werden?“
Er beschloss, in den Mönchstand zu treten und trat, was aus
den Quellen nicht mit Sicherheit hervorgeht, entweder zunächst in
dieses Kloster eins) oder er unterwarf sich schon damals der Zucht
des h. Romuald, welcher an vielen Orten Italiens das Eremitenleben
eingeführt hatte, und unter dessen Jüngern Brun nicht lange danach
begegnet.
Romuald ging von der Ansicht aus, das cönobitische mit dem
eremitischen Leben in eigentümlicher Weise zu verbinden. Auch andere
Deutsche, darunter Tarnmo, befanden sich in des heiligen Mannes
Umgebung, als Brun mit demselben von Tibur etwa um 1001 nach
dem Kloster des h. Benedict auf dem Monte Cassino zog und von dort
sich nach Pereum, einer Flussinsel unfern Ravenna, begab. Hier griindeteRomualdein
Kloster, in welchem er seine bisher fahrenden Schüler
in Zellen vertheilte und zu strengem Mönchsleben anhielt. Brun lebte
hier ganz den Vorschriften Romuald's gemäss, ja er überbot die Regel
an Strenge gegen sich. Oft ass er nur an Sonntag und Donnerstag in
der Woche. Sah er am Wege Dornen oder Nessel so geschah es
wohl, dass er sich auf dieselben warf und sich in denselben wälzte.
Einen Bruder, der ihn deshalb mit den Worten tadelte: „Heuchler,
wesshalb sonst thust Du dies vor aller Welt als um der Gunst der
Menge willen?“ antwortete er: „Dein seien die Bekenner, mein die
Märtyrer“. Thietmar hebt hervor, dass er während dieses Einsiedlerlebens
„von dem Werke seiner Hände“ lebte. Diese Bemerkung wird
1) Pertz in SS. 4 p. 578 setzt den Eintritt Brun’s in’s Kloster 997, aber, wie es
scheint, ohne Grund, Voigt, G. Preussens 1, 287 A. I, in das J. 996.
2 ) Eines alten römischen Märtyrers.
3 ) Es steht in keiner Quelle ausdrücklich, dass er in das Kloster am Aventin eintrat;
nach der vita S. Adalb. c. 17. c. 27. ist es nicht nothwendig. Vielmehr scheint der
Ausdruck der vita s. Romualdi c. 27, das Eremitenleben Brun’s sei „diuturna“ gewesen,
dies kaum zu ermöglichen.