Die Kriege K. Heinrich II. mit Herzog Bolesfaw I v. Polen.
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angrenzende Sclavonien und lässt die Bewohner tödten oder in Gefangenschaft
ab führen, bis er an das Ufer der Elbe kam; hier stiess
er einige stolze Worte aus jf) und kehrte, da sich ihm der Streiter
des höchsten Königs, der h. Mauritius ~) widersetzte, ohne seine Absicht
erreicht zu haben, nach Hause zurück, indem er die tapferen
Männer der Sachsen, Liudojf, Tadija und Tadi gefesselt mit sich
führte. Der König war darüber sehr betrübt; er ermahnte die seinigen,
dies nicht ungerochen zu lassen. Aber auf diesen Rath folgte,
ich weiss nicht wesshalb, bis zur Stunde keine That.“ Unrichtig
ist es zunächst in dem annalistisclien Berichte, wenn als Grund
von Heinrichs Gesandtschaft der noch unverwundene Schmerz über
über das 1005 erlittene Unglücks) an der Spree dargestellt wird.
Es liefert gerade diese Stelle einen weiteren Beleg dafür, dass die
annales Quedlinburgenses in ihrem Berichte über das J. 1005 nicht nur
eine der Stimmungen, die damals herrschten, widergeben, sondern
geradezu schlecht unterrichtet sind. Der Ausdruck ist ferner 1007
so gefasst, dass rnan wird vermuthen müssen, es sei auch 1005 erst
damals aufgezeichnet worden. Wichtig und richtig ist die Bemerkung,
dass Heinrich deshalb nicht persönlich gegen Bolestaw zu Felde
ziehen konnte, weil er in Flandern beschäftigt gewesen. Dies meldet
auch Tbietmar, nur muss man in dessen Berichte unter „im nächsten
Sommer“ nicht, wie Lappenberg fälschlich tliut, den Januar 1000
sondern 1007 verstehen, was der Zusammenhang auch gestattet.
Auch darin gehen die Berichte auseinander, dass Thietmar die Initiative
zum offenen Kampfe von Boleslaw, die Annalen aber von
den sächsischen Grossen ergriffen werden lassen. Das folgende
Detail ist in beiden Quellen ziemlich gleichlautend oder ergänzt
sich wechselseitig. Die letzten Worte der annales Quedlinburgenses
müssen vor 1010 abgefasst sein, da in diesem Jahre ein neuer Zug
widep Boleslaw unternommen wurde. Dazu stimmt auch, dass Thiet-*)
Zwischen Magdeburg- und Zerbst mündet die Saale in das linke Ufer der Elbe.
Dies und die obenstehenden Worte der ann. Quedl. Hessen ausser au der schon
oben angedeuteten auch an dieser Stelle eine Beziehung auf die in der chron.
Polon. gemeldete Aufrichtung einer ehernen Säule in der Saale zu. Lelewel, P. w.
s'r. II, 160 bezieht wirklich das Factum auf diesen Zeitpunkt.
2 ) Es sind wohl die Magdeburger Stiftsmaimen gemeint.
8 ) Denn dass ein anderer Vorfall gemeint sei, wie Hirsch Jahrb. d. d. R. unt. H. 2.
II, 6 und Anm. I. will, ist gar nicht wahrscheinlich.