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Z e i s s b e r g
von Bolestaw's Umtrieben und von dessen Bemühungen, auch sie in
das Bündniss mit ihm hereinzuziehen, gehen. Sie fugten die Drohung
hinzu, dass der König, falls er ihm noch länger Gnade und Frieden
angedeihen lassen würde, auf ihre Ergebenheit fürder nicht werde
zählen können. Über diese Eröffnung ging der König mit den Fürsten
zu Bathe. Die Ansichten dieser waren getheilt. Heinrich stimmte der
Ansicht jener bei, welche meinten, man müsse auf die Vorstellungen
jener Gesandten eingehen. Es war dies gewiss ein nicht ganz kluger
Act und Thietmar 1 )* der das so eben mitgetheilte berichtet, tadelt
leise und mit Becht darob den König. Heinrich sandte an ßoleslaw dessen
Schwiegersohn Herimann, an den ohnedies damals die Einladung,
ihn zu besuchen, von seinem Schwiegervater ergangen war, und
gab ihm den Auftrag, den Posener Frieden zu kündigen a ). Bolestaw,
Liutizen und Böhmen aufgeführt wird, einen Iausitzisehen Platz, lässt eine nähere
Bestimmung jedoch dahingestellt. Pabst zu der Stelle Hirsch's meint, es möchte
eher die Stadt sein, welche nachThietmar im N. des von Heinrich I. zerstörten und
erst im Winter 1010—11 wiederaufgebauten Lebusa, von diesem nur durch ein Thal
geschieden, lag. Er vergleicht mit „magna civitas“, wie Thietm. Liubilni nennt, den
von jener Stadt bei Thietm. VI, 39 gebrauchten Ausdruck: „magnam structuram.“
Gewiss ist Pabst’s Vermuthung die allein richtige; (vgl. noch Hirsch II, 316 a. 4. v. P.)
nur lässt sich dieselbe noch schärfer zuspitzen. Denn Thietm. (1.6.C.48) nennt sie
sogar ausdrücklich „magnam urbem.“ Sie fällt an dieser Stelle wirklich ßoleslaw
in die Hände, mag also ganz gut schon 1007 in Gefahr geschwebt haben. Sie
hatte nach Thietm. VI, 39 zwölf Thore und konnte 10,000 M. fassen. Hier wird
auch die andere daneben erbaute Stadt „minor“ genannt. Liubusua aber hielt
man früher für Lebus, Dobner ad Hagec. III, 617 für Görlitz; Wohlbrück in der
Geschichte von Lebus 1, 4 ff. soll es für Lebusa, einen kleinen Ort zwischen
Dahme und Schlieben halten, welch’ letztere Ansicht Lappenberg zu Thietm.
L. Giesebrecht W. G. 1, 137 und zuletzt auch Waitz. Jahrb. d. d. R. unter H. I.
(1863) S. 147 Ann. 4. theilten. Wenn nun Thietm. an unserer Stelle den Ort
„magna civ. a nennt, so will er damit eben „Grosslebusa“ von Kl. L. unterscheiden.
Auch Zeuss, die Deutschen und die Nachbarst. S. 66 läugnet die Identität
von Lebus und Lebusa, da Thietmar, der selbst dort war, die Oder nicht nennt.
Er vermuthet, wohl mit Recht, dass die Stadt näher der Elbe lag. Vgl. auch N.
Lausitz. Mag. XXXIII, 269 Anm.
*) I. 6. c. 24: „iniquae voluntati eorum in hoc consensit.“ Ich sehe nicht, woraut
sich Cohn’s (Kaiser H. II. 114) Vermuthung stützt: »den Ausschlag scheint die
Nachricht von einer Gewaltthat gegeben zu haben, die von den Polen verübt
worden und bei der eine Anzahl Deutscher das Leben eingebüsst.“
2 ) „Condicta pacis foedera interdiceret“ vgl. mit Thietm. 1. 6. c. 20: „pacis foedera
pepigit.“ Falsch ist daher, was Barthold a. a. 0. 1, 347 sagt: „derKönig begnügte
sieh mit einer Friedengebietenden Gesandtschaft an B. u