Die Kriege K. Heim*, mit Herzog - Bolesfaw I. v. Polen.
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Aussagen der bejahrten Magyaren würde berufen haben. Gregor’s
Worte schliessen indess „bonam fidem“ nicht aus; seine subjective
Ansicht darf nur nicht unser Urtbeil bestimmen. Von Sachsen heisst
es in seinen Briefen, Kaiser Karl habe es dem h. Petrus, mit dessen
Hilfe er es besiegt, dargebracht, wobei sogar auf eine im Besitze der
Sachsen befindliche Schrift verwiesen wird t). Ist also die Aussage
älterer Männer von zweifelhafter Beweisgiltigkeit, so werden die
Worte der Bulle Silvesters noch mehr verdächtig, wenn man dieselben
mit den Äusserungen eines glühenden Gregorianers, des Bischofes
Bonitho oderBonizo von Sutri in dem Werke: „adamicum“ Zusammenhalt
2 ). Es sind dies Worte, die zwar falsches enthalten, aber ganz
von gregorianischem Geiste erfüllt sind: „Zu Heinrich's II. Zeit Hess
sich Stephan, König der Ungern, taufen und durch denselben wurde
ihm (Heinrich) sein ganzes Volk unterthan. Heinrich aber, da er keine
Söhne hatte, bestimmte die Apostel zu seinen Erben . ..“. Damit endet
das 4. Buch. Im 5. Buche wird die Erzählung folgender Massen fortgeführt:
„Conrad sandte, wie es sich ziemte, ehrerbietige Boten an
den Pahst, mit der Aufforderung, ihm eine Fahne vom Grabe des heil.
Petrus zu schicken, um geführt von derselben, das ungrische Reich
sich unterwerfen zu können. Der Pabst gewährte dies gerne und
sandte an ihn die vornehmsten Männer seiner Umgebung, nämlich
den Bischof von Porto und den edlen Römer Belinzone von Marmorato
mit dem Aufträge, dass sie, wenn es dem Könige genehm sei, jenes
Banner vor dem Heere einher tragen, wo nicht, ihm in Erinnerung
bringen sollten: Sieh zu, dass Du den Sieg, den Du erfichst, nicht
Dir, sondern den Aposteln heimessest! Dies geschah. Die Ungern
flohen im Nahkampfe. Man erbeutete auch die Lanze des ungrischen
Königes, die durch jene Gesandten nach Rom gebracht wurde und
dort bis zur Stunde zum Zeichen des Sieges vor dem Grabe des heil.
Petrus sichtbar ist.“ Auch Arnulf in den gestis archiepiscoporum
Mediolan. erwähnt der „vergoldeten, dem Könige der Ungern gewaltsam
entrissenen und zu Rom in der Apostelkirche aufbewahrten
Kauze.“ Büdinger ist der Ansicht, dass die hier erwähnte Lanze jene
war, mit der König Peter ein Jahr nach Aha's Sturze (1045) im An-’)
Büdinger a. a. 0. S. So. Gfrörer hält die Angaben über Sachsen für haare Münze.
S. Gregor VII. Band II, 411.
'j Jaffe, Bihliotheca rer. Germ. 1, 024,