Die Kriege K. Heinr. II. mit Herzog Bolesfaw I. von Polen.
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nach dem Auszuge aus dem östlichen Ungarn, sich slavische und
chrwatische Weiher zu nehmen und friedlich niederzulassen. Er selbst
heiratet die Tochter des Fürsten der Sclaven, desgleichen heiraten
die Leute seines Heeres Frauen desselben Stammes. Er überschreitet
sodann die Drau und gelangt in flaches, fruchtbares Land, welches
Hirten bewohnen. Aquila bricht dann auf über die Thisa und findet
hier noch geräumigeres Land, das ihm mehr behagt, das er Ungarn
nennt und unter seine Fürsten vertheilt. Aquila’s Sohn ist Columan,
der eine Chrwatin zum Weibe nimmt. Columan’s Solm aber ist
Bela, der sich nach des Vaters Tode nach Aquileja begibt und eine
Griechin aus Cpel heiratet. Nach Sclavonien, das der Grossvater Ungarn
geheissen, zurückgekehrt, gebiert ihm sein Weih einen Sohn
Jesse, der sich aus Krakau i) in Polen, Athleit, Herzog Mescho’s
Schwester, zur Gemalin nimmt. Sie ist Christin, wohl unterrichtet im
Lesen und in der h. Schrift. Sie fängt an ihren Gatten zu bekehren
und bestimmt ihn, die in sein Reich kommenden Christen freundlich
aufzunehmen. Zuletzt 2 ) lässt er sich und die seinigen taufen. Während
er aber damit beschäftigt ist, die heidnischen Bräuche auszurotten und
Bisthümer zu errichten, hat er eine himmlische Erscheinung. Bei
Tagesanbruch steht vor seinem Lager ein schöner Jüngling und
sagt: Friede sei mit dir, Jesse, Gott geliebter Christ; sei getrost,
denn was du willst ist dir gewährt. Von dir wird ein Sohn stammen,
dem Gott alles dies anzuordnen überlassen wird. Er wird einer der
von Gott erwählten Könige sein, der die irdische mit der himmlischen
Krone vertauschen wird. Doch wird ein Geistlicher zu dir kommen.
Diesen nimm ehrenvoll auf hei dir und schenke seinen Ermahnungen
dein Gehör. Er erwacht und dankt Gott. Und siehe da! er empfängt
die Nachricht, der h. Adalbert, Bischof von Böhmen sei da, um ihn
zu bekehren. Er nimmt ihn ehrenvoll auf; das Volk sammelt sich
um den Ankömmling, hört seine Predigten und lässt sich taufen.
Danach s) hat Athleide, sein Weib, als ihre Entbindung herannaht,
folgendes Gesicht. Es erscheint ihr der h. Stephan, im Levitenkleide,
im Traume und spricht: Vertraue auf Gott, A., denn du wirst einen
t) Worte, aus denen Bielorvski der überhaupt die Bedeutung dieser Quelle überschätzt,
(Krolestwo Galicyi in der Bibi. Ossolinskich I, 161) zu viel liest.
2 ) von hier an lautet der Bericht wörtlich gleich der vita S. Stefani maior und
Hartwigs.
°) Das folgende ist wieder ausschliesslich dem Chron. mixt, eigenthiimlioh.