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Schulte
gative, theils positive. Erstere bestehe» darin, dass kaum denkbar
ist, wie Jemand in Italien auf den Gedanken gekommen wäre,
aus dem Decrete einen solchen Auszug zu machen, wo ihm sicher
leicht war, Abschriften des Originales zu erhalten; ebenso Hesse
sich kaum begreifen, wie dort für das römische Recht mit solcher
Vorliebe auf die Exeptiones sollte verwiesen worden sein. Nun ist
unzweifelhaft 7 ), dass die Exceptiones legiim Romanorum der Gegend
von Valence angeboren. Hieraus erklärt sich ihr Gebrauch in
einem ähnlichen Werke für das canonische Recht leicht. Auch
spricht hierfür der Name Exceptiones, der zwar in älteren canonischen
Quellen vorkommt 8 ), aus dieser Zeit aber doch selten ist.
Dafür spricht ferner die Verbindung beider Exceptiones in demselben
Codex, die beständige Benutzung des Petrus, endlich eine auffallende
Berücksichtigung Gallikanischer Verhältnisse. Fol. 66 b.
heisst es am Rande (zu c. 3. C. 26. q. 2.): „in capitulo illo in galliarum
privilegio sue dignitatis aliquis non debet exuere ecclesiam“,
obwohl der Inhalt dieses cap. gar keine Veranlassung bietet, eine
besondere Bemerkung zu machen. Auch das Wort privilegium ist
significant, weil es im Original nicht stellt, ja auch nicht ganz passt,
weil die Primatialwürde von Arles nicht gerade auf einem solchen
beruhete; der gallikanischen Kirche ist der Ausdruck aber geläufig
für jede ihrer Besonderheiten. Zu Fol. 70. zue. 3. ministrare C. 26.
q. 6.: „Infra pars ult. di. 1. consecrat. Missas die dominica, Cum ad
celebrandas [i. e. c. 64. und 66. D. I. de consecr.]. Hoc non est
contrarium, quamvis videatur. auctoritates ille missas et ad celebrandas
loquntur de privatis benedictionibus vel de illis que solent
fieri cum cruce vel cum corporalibus sicut mos est in quibusdam ecclesiis
gallie. He benedictiones non prohibentur sacerdotibus sed
auctoritas ista ministrare loquitur de solempni benedictione, quae fit
cum istis versiculis: „Sit nomen domini benedictum et adjutorium
nostrum in nomine domini,“ vel de illa benedictione, quam dat episcopus
cum debet dieere: „per gratiam domini“, quando diaeonus cantat:
„pastor amande gregi etc“. Iste benedictiones sacerdotibus sunt
7 ) v. Savigny Gesch. lf. S. 141 ff. Es möge auch daraufhingewiesen werden, was
Savigny und Stintzing bezüglich des Petrus weiter ausführen, dass die
Art, die römischen Rechtsquellen zu citiren, ganz abweicht von jener, welche
die bolognesischen Juristen befolgten, wie die obigen Beispiele zeigen.
8 ) Vgl. v. Savigny a. a. 0. Seite 140 nota b.