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Z i n g e r 1 e
Mal erwähnt wird i), trieben wohl auch Kinder, wenn sie Gelegenheit
dazu fanden. Ein Kugelspiel, das ähnlich dem „Kugelitrölen“ 3 ) oder
„Watschelen“ s) war, schildert B. von Trimberg *). Das Wichtelspiel
5) wird zweimal erwähnt, ohne dass wir darüber nähere Kunde
besitzen. Manche Spiele knüpfen sich an eine bestimmte Zeit oder
Gelegenheit. So hecken die Kinder mit den Eiern um Ostern. Dies
Spiel ist in der Tugenden Schatz erwähnt:
„zwei wolten mit eigern klucken“ 6 ).
Wird ein Schwein geschlachtet, spielen die Kinder mit der
aufgeblähten Blase, wovon schon Geiler berichtet: „Wen man ein
suw metzget, so nemen die bösen knaben die blatter und blasent sie
uff und tliuon drei oder fier erbsen darin und machen ein geriimpel,
und ist inen die blatter lieber dann zwo seiten speck“ ?).
Wir übergehen die grossen Kinderfeste am Gregoritagc s) und
am Tage der unschuldigen Kindlein »), das Bischofspiel ">), Virgatum
gehen' 1 ) etc. und geben zum Schlüsse das Verzeichniss der
Spiele aus „der Tugenden Schatz“ vollständig '2). Denn viele derselben
wurden zweifelsohne auch von Kindern getrieben:
„Zwei begunden kosen,
Zwei die brachen rosen,
zeit im selben bach ein kindt, Waltherr von Wyl genämbt, vndt sähe ein schühli
im Bach, das schupffet er mit der stältzen etc. anno 1349. — Rochholz 458.
1 ) „Swer spilen welle der kegel,
der sol gen uf den plaz,
dä vindet er mangen viirsaz.“ IIGA. 49, 1184.
„kegel werff und gampelspil.“ Keller, Erz. p. 2-1, 30.
2 ) Rochholz 458.
3) Schöpf 804.
4) Renner 11365. Mhd. WB. I, 895\
5 ) „des Weisheit aht ich zeime spil,
daz man diu wihtel hat genant. MSH. I, 298*.
„und spilt mit dem wihtelln
uf dem tisch umb guoten win.“ Buch der Rügen 509.
6 ) Alts wert 90, 20.
7 ) Brösamlin II. Bl. 51. Rochholz 448.
Rochholz 502.
9 ) Rochholz 501. Scheible, Gute alte Zeit 566.
i°) Scheible, G. a. Z. 568. 571.
1 Ebendort 565.
12) Altswert p. 89 und 90.