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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 57. Band, (Jahrgang 1867)

Beiträge  zur  Kenntniss  der  Pali-Sprache.

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I.  Consonanten  in  freier  Stellung.
a.  Gutturale.  Die  Gutturale  entsprechen  im  Ganzen  den  sanskritischen. ­
  Nur  bei  gh  finden  wir  manchmal  die  Aspiration  zu  h
weiter  entwickelt,  z.  ß.  lohn  altind.  lag  hu;  vgl.  unten  dli  und  bh.
b.  P  a  1  a  t  a  I  e.  Auch  diese  entsprechen  genau  den  sanskritischen.  —
Manchmal  zeigt  sich  eine  Abplattung  des  Palatals  zum  Dental,  wie
wir  Ähnliches  im  Westeränischen  gegenüber  dem  Osteranischen
wahrnehmen  können,  z.  B.  tikiccli-  heilen  =  altind  eikits-,  tikicchäpehi
  heile,  atekicchabhäva  Unheilbarkeit;  digacclid
Hunger  =  altind.  gighatsä.  vgl.  Fausböll,  Dhammapadam  pag.  355.
c.  Cerebrale.  Diese  aus  den  Dentalen  hervorgegangenen
Laute  werden  im  Pali  gerne  zu  l,  r  oder  l,  und  zwar  t,  d  und  dh,
z.  B.  dlavaka  im  Walde  wohnend  =  altind.  dtavika,  phalika
Kristall  =  altind.  sphatika,  makkara  Affe  =  altind.  markata,  vildla
Katze  =  altind.  viddla,  nila  Nest  =  altind.  nida,  garula  Garuda  =
altind.  garuda,  ciild  Haarlocke  in  der  Mitte  des  Kopfes  —  altind.
öudd,  culdimani  Diademedelstein  —  altind.  cüdämani,  balisä  Fischliaken
  =  altind.  vadisa,  taldka  Fischteich  (taldiga  ?J  =  altind.  tadäga,
dalha  fest  —  altind.  drdha,  mülha  Thor  =  altind.  mudha,  lilha
geleckt  =  altind.  lidha,  gulha  versteckt  =  altind.  güdha,  rülha
gewachsen  =  altind.  rudha,  dsdlha  Name  eines  Monats  =
altind.  dsädha,  ussolhi  Ausdauer  =  altind.*  utsodhi  (ut-suh-ti),
milha  Urin  =  altind.  midlia.  lli  ist  kein  Doppelbuchstabe,  wie  aus
der  Länge  des  vorhergehenden  Vocals  hervorgeht.  vgl.  Fausböll,
Dhammapadam  p.  116.
Der  cerebrale  Nasal  n  verwandelt  sich  im  Pali  manchmal  in  l,
z.  B.  velu  Rohr,  Flöte  =  altind.  venu,  veluvana  Name  eines  in
der  Lebensgeschichte  Qäkyamuni’s  öfter  genannten  Haines  =  altind.
venuvana,  inuläla  Lotusfaser  —  altind.  mrnäla;  vgl.  Fausböll,  Five
jatakas  pag.  20.
th  in  der  Wurzel  tt.hd  —  altind.  sthd  wird  im  Pali  zu  tluili,
z.  B.  santhahati,  upattliahati,  utthaliitvä  etc.;  vgl.  Fausböll,  Dhammap.
  p.  116.
d.  Dentale.  Die  Dentalen  gehen  gerne  in  Cerebrale  über,
wobei  in  vielen  Fällen  der  Einfluss  eines  nahestehenden  r  unverkennbar ­
  einwirkt.  Jedoch  herrscht  hier  keine  durchgängige  Con-
            
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