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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 57. Band, (Jahrgang 1867)

Das  deutsche  Kinderspiel  im  Mittelalter.

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siner  trüt  amien.“  Bl.  Id  e.
„iedoch  so  man  uf  warf  den  bal.“  Bl.  13  d.
„mit  dem  balle,
der  mit  manegcm  scballe
geworfen  wart  her  unde  dar“  Bl.  1  3  d.
„so  sie  würfen  den  bal.“  Bl.  14  a.
„ze  baut  die  dö  anviengen
enander  werfen  den  bal.“  Bl.  14  a.
„dö  warf  der  junge  Rial
sinen  bal  Aglien.“  Bl.  14  a.
wirf  den  bal.  MSH.  II,  77 b .
die  megde  würfen  oueh  den  bal  MSH.  II,  78  b.
u.  a.  m.  „Den  bal  slahen“  scheint  seltener  gebraucht  worden  zu  sein  ;  z.  B.
„dise  sluogen  den  bal  hin.“  Krone  692.
Auch  „des  bailes  spiln“  begegnet  uns:
„gein  äbent
spil  wir  kint  des  balles.“  Neidhart  19,  23.
„daz  er  mit  andern  kinden
des  balles  spilen  gienge.“  Alexander  M.  1466.
„da  er  mit  den  vierzigen  spilt  des  balles.“  J.  Titurel  2214,  4.
Johann  von  Würzburg  gebraucht  „ballen“  für  Ballspielen:
„gant  in  die  bluomen  ballen.“  Wilhelm  Bl.  13  d.
„biz  sie  an  einem  tage
ze  velde  ballen  giengen.  “Bl.  14  a.
Die  Beliebtheit  des  Ballspieles  wird  uns  durch  die  oftmalige  Erwähnung ­
  *)  desselben  und  die  Redensarten:  „umtreiben,  herumschlagen, ­
  werfen  wie  einen  Ball“  bestätigt;  z.  B.
„und  in  doch  als  einen  bal
mit  ir  boesen  Worten  umbe  slänt.“  MSF.  131  ,  23.
»dö  ich  so  vil  manec  edele  wip
den  sinen  keiserlichen  lfp
und  sinen  ritterlichen  pris
mit  lobe  gehörte  in  balle  wis
als  umbetriben  unde  tragen.“  Tristan  27,  30.
„si  triben  in  mit  spotte
umbe  und  umbe  als  einen  bal.“  Tristan  286,  8.

')  S.  Mhd.  WB.  I,  117 b .
            
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