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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 57. Band, (Jahrgang 1867)

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Z  i  n  g  e  r  1  e

Klang.  Denn  der  Fund  des  ersten  Veilchens  galt  als  freudiges,  festliches ­
  Eräugnis.  Wir  besitzen  eine  lebendige  Schilderung  desselben:
„Urloup  hab  der  winder,
rife  und  ouch  der  kalte  sne!
uns  kumt  ein  sumer  linder,
man  siht  anger  unde  kle
gar  sumerlich  bestellet.
Ir  riter  und  ir  vrouwen
ir  sült  üf  des  meien  plan
den  ersten  viol  schouwen.
der  ist  wunniclicb  getan:
diu  zit  hat  sieb  gesellet.
Ir  sült  den  sumer  griiezen
und  al  sin  ingesinde;
er  kan  wol  swaere  biiezen
und  rert  da  her  so  linde.
so  wil  ich  üf  des  meien  plan
den  ersten  viol  suochen;
got  geb,  daz  ez  mir  wol  mtiez  ergän.

Do  gieng  ich  hin  und  here,
unz  daz  ich  vant  daz  blüemelin.
dö  vergaz  ich  aller  swaere
und  begunde  da  gar  vroelich  sin,
wol  lüt  begund  ich  singen“  etc.  >)
Der  glückliche  Finder  jubelt:
„ir  sult  alle  wesen  vro:
ich  liän  den  sumer  vunden.“
Vom  fröhlichen  Tanz  um  das  Veilchen  wird  uns  anderswo
berichtet:
„Dar  nach  am  suntag  morgen  drat
der  viol  wart  getragen
al  üf  den  tanzbühel  da  hin,  als  ich  iu  wil  sagen,
bür  Ruepreht  und  Ander  sin  kneht,
Gundewin  und  Ellenbreht,

>)  MSH.  111,  202 ab .  Sterzinger  Handschrift  Bl.  47 b .
            
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