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Z i n g e r 1 e
Klang. Denn der Fund des ersten Veilchens galt als freudiges, festliches
Eräugnis. Wir besitzen eine lebendige Schilderung desselben:
„Urloup hab der winder,
rife und ouch der kalte sne!
uns kumt ein sumer linder,
man siht anger unde kle
gar sumerlich bestellet.
Ir riter und ir vrouwen
ir sült üf des meien plan
den ersten viol schouwen.
der ist wunniclicb getan:
diu zit hat sieb gesellet.
Ir sült den sumer griiezen
und al sin ingesinde;
er kan wol swaere biiezen
und rert da her so linde.
so wil ich üf des meien plan
den ersten viol suochen;
got geb, daz ez mir wol mtiez ergän.
Do gieng ich hin und here,
unz daz ich vant daz blüemelin.
dö vergaz ich aller swaere
und begunde da gar vroelich sin,
wol lüt begund ich singen“ etc. >)
Der glückliche Finder jubelt:
„ir sult alle wesen vro:
ich liän den sumer vunden.“
Vom fröhlichen Tanz um das Veilchen wird uns anderswo
berichtet:
„Dar nach am suntag morgen drat
der viol wart getragen
al üf den tanzbühel da hin, als ich iu wil sagen,
bür Ruepreht und Ander sin kneht,
Gundewin und Ellenbreht,
>) MSH. 111, 202 ab . Sterzinger Handschrift Bl. 47 b .