Das deutsche Kinderspiel im Mittelalter.
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sin die mine ilit sclioener baz,
die gebt im äne minen Iiaz.“
Die junge Sigune bittet den Vater, ihren Schrein mit Toeken
zu füllen, i) und in ihrem Zwiegespräche mit Schionatulander fragt
sie diesen, oh sie die Minne bei den Toeken verwahren solle 2 ).
Gawan drückt die kindliche Obilot wie eine Tocke an seine Brust 3 )
und vom heissen Kampf auf Leben und Tod sagt unser Dichter, er
sei kein Tockenspiel 4 ).
Im jüngern Titurel finden sich folgende hierauf bezügliche
Stellen :
„die dritte was zu kleine zu solher kunste,
den toeken truoe sie holden muot mit gunste.“ 468, 3.
„alsam die kinder spilent mit den toeken.“ 1370, 4.
„daz ist ein spil mit toeken.“ 1348, 11.
daz ich dich, herre, wägete nach kindes toeken ziere“ 1203, 1.
„einen halben geren, des ein kleine tocke
bedarf, daz wart nilit funden keiner genze“ 3480, 2.
„wie dirre strlt ein spil toeken waere“ 4333, 2.
„so furht (er) einen man wol sam ein toeken“ 3560, 4.
Auch in andern Gedichten finden wir das Tockenspiel nicht
selten erwähnt, z. B.
„Ein biderbe herre gedenken sol,
swenne man im sprichet wol:
„ist daz war daz ener seil?“
liugt aver er, so si im leit
daz in der loser triegen wil
mit so getanem toeken spil:
0 Daz kint sprach : „liebez veterlin, nu heiz mir gewinnen
min schnii vollen toeken, swenn ich zuo miner muomen var von hinnen.“
Titurel 30, 1. Vergl. J. Tit. 6öö, 2.
2 ) „muoz ich si gehalten bi den toeken?“ Titurel 64, 3. Vergl. J. Tit. 697, 3.
ö ) „er dructez kint wol gevar
als ein tockn an sine brust. “ Parz. 39o, 22.
*) »sine spilten nicht der toeken:
ez galt ze beder sit daz leben.“
Willehalm 222, 18.