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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 57. Band, (Jahrgang 1867)

Das  deutsche  Kinderspiel  im  Mittelalter.

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Von  anderartigem  Spielgerätlie  haben  wir  nur  wenige  Andeutungen. ­
  In  der  Legende  von  der  heiligen  Elisabeth  wird  erzählt,  dass
die  milde  Heilige  den  Kindern  nicht  nur  Speisen,  sondern  auch
Spielzeug  spendete:  „Aller  hande  kindesspil,
krusein,  fingerline  vil,
diu  gemaehet  werden
von  glase  und  ouch  üz  erden
unde  ander  cleinöde  gnuoc“  J )-Im
  Gedichte:  „das  Häselein“  sagt  das  Mädchen  (der  iäre  ein
kint,  und  ouch  einvalt)  :
„Herre,  ich  hän  in  mime  schein
beslozzen  driu  pfunt  vingerlin,
und  zehen  bikkelsteine,
und  einen  horten  kleine.
sidin,  mit  golde  wol  durchslagen“.  HGA.  21,  90.
und  Hartmann  erzählt:
„dar  zuo  liebet  er  si,
swä  mite  er  ouch  mohte;
und  daz  dem  kinde  tobte
zuo  ir  kintliehen  spil,
des  gap  der  herre  ir  vil.
nieman  daz  geleren,
disen  tac  sol  man  eren,
der  uns  ze  viren  ist  geben.
Jesus,  du  swachest  unser  leben,
si  entaetens  niht  wan  durch  dich.“
sin  werc  hete  er  für  sich
an  die  sunnen  gesät,
jener  ungefüege  trat
nitlich  mit  dem  fuoze  dar
und  wolte  siu  zefüeren  gar.
ditz  was  wunder  genuoc,
Jesus  die  hende  ze  samene  sluoc,
der  die  töten  erwacte:
die  vögele  er  uf  schracte,
er  geböt  in,  daz  si  flügen,
lebten  unde  iunge  zögen.  Feifalik  1725.  Hahn  101,  40
Vergl.  Walther  von  Rheinau,  Marienleben  [101]  1  ff.
0  Diutisca  I,  389.

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