Das deutsche Kinderspiel im Mittelalter.
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„Ich geswige danne umbe kint,
den vögele also liep sint.“ und Stellen wie:
„Sun, so der vogel e reliter zit
von sinem neste fliegen wil,
sich selben er vil lihte git
den tumben kinden zeinem spil“ Winsbeke 32, 1. —
„Von neste ein vogel ze fruo gevlogen
der wirt den kinden übte ein spil;
die vedern werdent im enzogen.“ ,Winsbekin 9, 5.
„Der vogel sieh selben triuget,
der von dem neste vliuget
ze vruo, der wirt der kinde spil.“ HGA. 26, 295.
bestätigen die Lust der Kinder an Vöglein. Darauf deutet auch der
kindlichen Sigune Frage, ob die Minne ein Vogel sei:
„od fliuget minne ungerne üf hant durh die wilde? ich kan minn wol
locken. W. Titurel 64, 4 3 ).
Das Mädchen, das den Sperber erblickt, spricht zum Ritter mit Neugierde
und Bewunderung:
„ so tuot mir bekannt,
wie iuwer vogel si genant:
im siat sin vüeze also gel,
siniu ougen schoen und sinewel,
sin gevider vech und sieht;
waere im sin snabel gereht,
so enwaere kein gebrest dar an.
vil wol ich mich des entstan,
daz ez vil suoze singet,
swelher vrowen irz bringet,
diu muoz iu immer holt sin;
ez ist ein schoenez vogelin.“ 3 )
*) Reinhart Fuchs p. 293.
2 ) Vgl. »Und fleuget minne zu handen? oder ist sie wilde? ich kan ir wol locken.“
J. Tit. 697, 4.
„Sie mag liht wol ein voglin sin: sprinzel, turteltibe,
galander, nahtigal, merlin, Sittich an vederstriibe.“ J. Tit. 702, 1.
s ) HGA. 22, 95 ff.