Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 56. Band, (Jahrgang 1867)

438

V  a  li  1  e  n

Nachträge,  <
Auch  hier  gibt  mir  die  nach  Vorlegung  dieses  Aufsatzes  erschienene
Ausgabe  der  Rhetorik  von  Spengel  Anlass  zu  einigen  nachträglichen  Bemerkungen. ­

1.  (Seite  408.)
IJber  die  Wiederholung  des  av  in  den  Worten  (1460  b  7)  eid’  av  Sso>-poOat
  yzvoiv’  äv  oavspöv,  über  welche  ich  meine  von  Spengel  abweichende
Meinung  a.  a.  0.  ausgesprochen,  dünkt  es  mich  jetzt  verlohnend,  Spengels
Anmerkung  wörtlich  hieher  zu  setzen  und  die  von  ihm  angeführten  Beispiele
näher  zu  betrachten.  Er  schreibt:  nee  repetitum  äv  in  seqq.  wd’  äv  Sewpovvi
’jivoir’  av  cpavspov  apud  Arist.  placet,  prius  plures  om.  exempla  tarnen  sunt  de
part.  anim.  II,  8.  624  (vielm.  654),  18.  Nie.  VI,  1,  1138,  29.  Pol.  III,  9,  1280,
36.  Rhet.  I,  9,  1339  b,  12.  II,  1.’  Auf  die  beiden  letzten  Beispiele  bezog  sich
meine  obige  Bemerkung,  dass  nicht  einmal  alle  von  Spengel  angeführten  Beispiele ­
  zutreffend  seien:  in  der  ersten  nämlich  (1339  b  12)  Strip  d’  av  ne  rj  rrjv
8i.aXsy.vi.xijv  vj  va-j~r,v  p.v]  y.aSä-sp  av  duväpsie  —  rvstpävai  xavaaxsva&iv  ist
das  hinter  xaää~ep  stehende  av  gar  keine  Wiederholung  des  ersten,  sondern
hat  eine  andere  Beziehung;  und  auch  das  zweite  II,  1  (1378  a  18)  ix  r /äp  rS>v
avvätv  xav  svspov  ne  xav  za-jvöv  x.avaaxzxtä'jsisv,  in  welchem  jedem  der  beiden
mit  xa\  —  xal  nebengeordneten  Objecte  ein  dem  xai  angefügtes  av  beigegeben,
ist  wenigstens  dem  in  Frage  stehenden  Beispiel  nicht  gleich.  Über  beide  Stellen
schweigt  Spengel  in  seinem  Commentar  zur  Rhetorik:  dagegen  liest  man  in  dem
nämlichen  Commentar  zu  1361  b  31  eur’  ävsv  vuxee  öiapsivsisv  av  nicht  ohne
Verwunderung  folgende  Anmerkung  (p.  98):  'Vetus  interpres  et  veteres  editiones
  omnes  av  syvw/rie,  quod  et  dicendi  usus  Arisfoteli  communis  refellit  -
numquam  enimrepetita  particula  av  utitur.’  Man  sieht  auch  hier,
was  man  oft  zu  beobachten  Gelegenheit  hat,  dass  Spengel  es  an  Zuversicht
im  Behaupten  nicht  fehlen  lässt:  er  scheint  überhaupt  dafür  zu  halten,  dass
Vorsicht’  eine  schöne  Tugend  sei,  die  man  Anderen  wohl  empfehlen  dürfe,
aber  selbst  nicht  zu  üben  brauche:  wenigstens  hat  auf  das  'temere  leges
fingere’  in  Sachen  Aristotelischen  Sprachgebrauchs  in  neuerer  Zeit  Niemand
mehr  und  entschiedener  als  Spengel  sich  verstanden.
Ich  setze  daher,  was  ich  früher  nicht  für  nothwendig  hielt,  noch  etliche,
übrigens  gar  nicht  mit  Absicht  gesuchte  und  daher  gewiss  leicht  zu  ver-  /
mehrende,  Beispiele  für  jenes  wiederholte  äv  biether,  um  zu  zeigen,  dass
Aristoteles  hierin  ganz  dem  Brauche  anderer  Autoren,  z.  B.  Platon,  sich  anschlicsst:
  Categ.  13  a  23  s  av  dz  är.ag  xav  u.ix.päv  sVi'demv  Xaßy  (von  Waitz
notirt).  Topik  140  h  36  euren  piv  7ap  äv  8ij  izzpl  reit  avvov  re  dfeeuv  äv
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.