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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 56. Band, (Jahrgang 1867)

Beiträge  zu  Aristoteles  Poetik.

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d^Xov  on  sonst  ohne  derartiges  vorgesetztes  Wort  die  Apodosis.  yoprix  15
gegenüber  dem  ^rrov  ipoprixt]  kann  ungenügend  und  der  Zusatz  von  Xi'av  selbst
dem  Gedanken  nach  notlnvendig  erscheinen,  aber  auch  am  Schluss  heisst  es
einfach  von  der  Tragödie  yj  ouv  <popzixri  '/sipoiv  und  mit  >7  ä;:avra  pip.oup.SvYj  ist
bereits  alles  ausgesagt.  Besonders  auffallend  ist  jenes  äsi,  das  ganz  unnütz  ist
und  eine  falsche  Stellung  hat:  dagegen  ist  die  Vulgata  eben  so  schön  als  einfach ­
  und  ich  glaube,  so  sehr  sich  auch  dieses  äsi  Xi'av  durch  paliiographische
Leichtigkeit  empfiehlt,  dass  die  Griechen  nicht  mit  Unrecht  jenes  dsiXi'av  für
eine  alte  Corruplel  von  drjlov  gehalten  und  gestrichen  haben.’  leb  beginne  mit
dem  letzten  und  muss  hiergegen  bekennen,  dass  es  nach  meiner  Vorstellung
von  dein,  was  in  kritischen  Dingen  wahrscheinlich  oder  unwahrscheinlich  ist,
nicht  die  mindeste  Wahrscheinlichkeit  hat,  dsi  Xi’av  sei  nichts  als  eine  verderbte ­
  Dittograpbio  von  ovjXov;  diese  Annahme  halle  ich  vielmehr  für  eben  so
unglaublich,  wie  die  andere  neuerdings  auch  von  Spengel  adoptirte,  dass  in
den  von  Niemanden  richtig  behandelten  Worten  (1449  b  9)  piy.pi  povou  p.=rpou
pr/äXou  das  letzte  Wort  nur  Verderbniss  aus  psrpou  sei,  das  mit  diesem  zusammen ­
  sich  im  Texte  erhalten  habe,  oder  dass  1432  a  3  xai  paXiaza  xai  paXXov
letzteres  als  Ditlographie  des  crsteren  zu  tilgen  sei,  wie  gleichfalls  Spengel
'probante  Momsenio’  (er  hätte  besser  gethan,  seinen  Vormann  zu  nennen)
vermulhet  bat.  Dazu  kommt,  dass  Xi'av  genau  so  überliefert  ist,  und  nur  dii
verderbt  ist,  woraus  äei'-so  leicht  sieb  ergibt,  als  umgekehrt  aus  äsi  Rhetor.
1398  a  12  von  mehreren  Sei  richtig  hergestellt  worden  ist  (vgl.  a.a.O.  S.  33);
und,  ein  Fall  dem  unsrigen  genau  entsprechend,  Politik  1296  b  7  de  1  ’jäp
äva^xoiiov  eivai  ßiXzioi  rvjv  E'/'/ürara  raünjc,  wo  statt  dei  in  Bekkers  Textabdruck ­
  v.  J.  1833  richtig,  wie  ich  glaube,  äel  ^äp  äva'/xaiov  sivat  ßeXzioi  zr,v
E’/r/vTsp  01  raurvjs  geschrieben  wird.
Dieses  äst  aber  in  dem  Satze  roiaürvj  (d.  i.  yjttov  yoprixvj)  d’  vj  Kpdg  ßzXziovg
  Ssazxg  iaziv  äst  hat  Spengel  gar  nicht  verstanden,  wenn  er  urtheilen
konnte,  es  sei  ganz  unnütz  und  habe  eine  falsche  Stellung.’  Denn  der  Sinn,  den
dieses  äst  in  den  Salz  bringt,  ist  der:  weniger  niedrig  ist  allemal  die  für
ein  besseres  oder  gebildeteres  Publicum  bestimmte  Nachahmung’  oder  wenige: ­
  niedrig  ist  die  Nachahmung  immer  in  demselben  Grade,  in  welchem  sie
ein  gebildeteres  Publicum  vorausselzt.’  Einen  Beleg  für  diesen  gar  nicht  unbekannten ­
  Gebrauch  des  asi  bei  einem  doppelten  Comparativ  (oder  Superlativ)
bietet,  ausser  dem  eben  angeführten  der  Politik,  die  Poetik  selbst  dar  1431  alO
ö  dt  xaz'  a  jrvjv  zvjv  <p{iaiv  zou  -pde/paroc  opog,  äst  psv  0  psi^cov  pr/pi  zoO
juvdvjXof  Eivai  xaXXi'wv  iazl  xarä  ro  p.i-/Ejog.  Vgl.  ferner  Nie.  Eth.  1097  b  19
xyaSSiv  ds  zo  psi?ov  xipzzüzspov  äsi,  welches  letztere  Beispiel  wohl  auch  das
wunderliche  Bedenken  in  Betreff  derStellung  des  äst  beschwichtigen  kann.  1123
b  28  ps££ovos  7äp  de’.  0  ßsXzioiv  äcio?  xai  pE'/iormv  ö  xpiazog.  1177  a  4  xai
zo-j  ßtXziovog  äsi  xai  popiou  xai  ävSpibreou  o-oudaioWpav  (X^/opcv)  rvjv  ivip-7Siav.
  Polit.  1234  a  23  xai  äsi  ßelziotv  yj  xp'fr,  r,  z&v  ßsXziivoiv  äp/opsviov.
1333  a  21  äsi  r )xp  zo  -jzlpov  zo-j  ßskziovog  iaziv  svexev  und  ibid.  29  äei  '/äp
fxäaroi  rouj’  aip£ro>rarov,  ou  -u^civ  kaziv  äxporarov.  133  f  a  17  asi  de  ro  |3eXriarov
  (ßf/.z’.ov  Bekk.  A.  1833)  vjäos  ßzXziovoc  airiov  izoXizeiag.  Rhetorik  1333
            
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