430
V a h 1 c n
dass durch Umstellung viel geholfen wird, sondern meine, dass, wenn Aristoteles
äpiSp.ojv in dem hier geforderten Sinne nicht sagen konnte, dieses Wort
selbst als verderbt anzusehen sei. Aristoteles konnte sagen ix räv stpvjps'vojv
siSöjv, TÖ7TMV, oTOt/st'ojv, auch pspwv, schwerlich, was vermuthet worden, dptup.wv.
Dass nun auch dpiäp.og in einem jenen Ausdrücken verwandten Sinne griechisch
gesagt werden konnte, ist nicht unbekannt und von mehreren Erklärern
bemerkt worden. Genau zutreffend ist eine Stelle in des Dionysios v. Halik. Ars
Rhetorica p. 414R.7t'vsTat di touto i v toi 5 dp tSp. 0 t c, ofc stüop.sv, rois e - Ta,
was sieb zurückbezieht auf p. 400 R. vj tojv vj3ö>v Ssojpt'a äpt^pw xavaXvpp-Ssiffa
diatpearv vj3öjv jrapadt'dojor (7UVc7.ojp.6V oüv xai ra vjär, apiäp.ü> xaTadv;-(70jp.s3a,
oj7T6 p.vj di v vjpä; duvaoSat dias>u7stv. tx toi'vuv tdta xai pjjToptxä tjSvj
Touroi; dtatpEiTat, xarä s3vyj, 7EVJ7, ^Xtxt'ac, npoaipsaeic, rv)(aj, inirrfisuGsig.
Ijtta ourot ro'jtor rö 'yap i'Svos dtirXoüv. Und bald nachher 414 R. EtTa vj
p.eVpw xai äaipaXei'a s’jrt tojv Tptojv äptSpojv vgl. mit 407 R. 75 ^vdjpvj
Tpi-X)?v s’SjErafftv i'^Et. Noch andere Gelege führt Tyrwhitt an, die aber meist
nur als Analogien zeigen können, dass ein derartiger Gebrauch von dpiäp.6g
der griechischen Sprache nicht fremd ist, wie auch numerus im Lateinischen
(wofür u.a. Cie. de inv. I 30, 49 zu vergl. in praesentia tantummodo numeros
et modos et partes argumentandi — dispersimus). Obwohl nun ein Aristotelisches
Beispiel mir wenigstens nicht bekannt ist, wie auch kein Platonisches
so meine ich dennoch, da es sich um Rechtfertigung einer überlieferten Lesart
handelt, dass der allgemeine griechische Brauch zur Sicherung des Wortes
ausreichend zu erachten sei. Übrigens ist, wie ich meine, so zu consfruiren:
at di Xüastc e’x tojv slpvjpivoiv äpt^pöjv TXTTTEX'. sioi de dojdsxa seil, äptSpot',
nicht Xuastj.
Zu Capitel 26.
9 (Seite 392—39!i.)
1461 b 27 Et 7Ötp J7 ’ottov ipopTixJ9 /SeXu'ojv , rotaurjij ö’ y; apös /9eXti'ous
AEaras dort, dvjXov ort vj aaavTa p.tpoupEVvj tpopnxr). So die Vulgata. Da
indessen die handschriftliche Überlieferung vor dijXov noch dstXt'av hat
oder richtiger dst | Xt'av getrennt, so habe ich Z. Kr. Ar. Sehr. S. 3ö
darauf die Vermuthung gegründet, es sei zu schreiben roiaünj d’ v; jrpöj
ßeXtious äsardg ianv ä e i, Xt'av dijXovo'rt vj ajravTa p.tp.oup.Evy, 'popnxy;.
Diese Vermuthung hat Spengel in der Einleitung seiner neuesten Abhandlung
S. 11 einer eingehenderen Widerlegung gewürdigt, als er in der Abhandlung
selbst bei irgend einer von mir oder von andern für nülhig gehalten
hat. Er schreibt darüber: mit leisester Änderung, sagt Vahlen, ergibt
sich ein wirklicher Gewinn für den Text rotaün; . . Ssaräc e’otiv äst, Xt'av
dvjXovdn >5 ä-r. p. yoprtx^. Er weiss, dass Xt'av d^Xov nicht aristotelisch ist —
und schreibt deswegen dv;Xovcri, damit man das erste und letzde Wort Xt'av
yoprtx^ verbinde. In lungern Sätzen beginnt bei Aristoteles meines Erinnerns