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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 56. Band, (Jahrgang 1867)

Beiträge  zu  Aristoteles  Poetik.  423
to  xvpio'J.  Daneben  aber  auch  Polit.  1314  b  28  rrspi  zeig  a~oXau<T£sg  rag  acopar'.x.äc
  rodyavriov  ttoisiv  X  vjv  rtveg  zoiv  rupavveov  TrotoOfftv.
Über  die  Worte,  in  denen  das  von  Glaukon  charakterisirte  Verfahren  gezeichnet ­
  wird,  sei  noch  folgendes  bemerkt.  In  den  Worten  xai  aöroi  xara-j/vj'piaap.svot
  uuXXo7t?ovrat  (womit  zu  vergl.  Rhetor.  1398  a  26  »ravreg  -/ap  ouzoi  opiaapivoi
  xai  Xaßovzsc  zä  zi  iuzi,  auXXo^i'^ovrat)  scheint  xa7a•  jvy;'fcvaplcVol  nicht  in
der  sonst  gebräuchlichen  Bedeutung  'verurtheilen,  seine  Stimme  gegen  Jemanden ­
  abgeben’  gefasst  werden  zu  dürfen,  indem  damit  dem  folgenden  imzijiSiaiv
vorgegriffen  würde.  Sondern  es  steht  entweder  ganz  allgemein  in  dem  Sinne
eine  Entscheidung  treffen’  oder  in  der  Weise,  wie  es  im  Gegensatz  gegen
xizo’froyi&aücu  gebraucht  wird,  d.  h.  etwas  affirmiren  oder  seine  Zustimmung  zu
etwas  geben:  wie  Metaph.  1010  a  31  Siazt  SixaiSzspov  av  oi’  s’xsiva  rourcov
affetfojytaavro  X  dia  raura  e’xstveov  xa-c^vjotuavro  und  Politik  1298  b  36  ff.  An
unserer  Stelle  also  wäre  der  Sinn:  sie  hegen  grundlos  vorgefasste  Meinungen
(*X®7cos  xpovno'Xctp.ßci'jovciv)  und  indem  sie  selbst  (nicht  andere)  diese  ihre
Meinungen  bekräftigen,  ziehen  sie  Schlüsse  daraus’.  Die  nächsten  Worte  sind
wohl  nach  der  von  Castelvetro,  Tyrwhitt,  Hermann  herrührenden  oder  empfohlenen ­
  Besserung  so  zu  schreiben:  xai  mc  stpvjxo  zog  S-i  (elprjxoze;  orcvulg.)  doxsi
i-izipoinv,  av  uTrsvavreov  J  zf,  avräiv  oi-^ast  'als  oh  der  Dichter  wirklich  das
gesagt  hätte,  was  sie  grundlos  im  Voraus  angenommen  haben,  tadeln  sie  ihn,
wenn  dann  etwas  ihrer  Voraussetzung  Widersprechendes  begegnet.’  Dies  scheint
wenigstens  der  Gedanke  zu  sein,  und  dabei  will  der  Nominativ  eipvjxores  nicht
recht  passen:  dagegen  ist  der  Genetiv  eipvjxirog,  das  vom  Dichter  zu  verstehen,
am  Platz,  wie  Soph.  Elencli,  173  b  33  cruXXo'/itovrac  Si(  eip/jp-ivou  roOrov’  oder
Topik  112  b  18  diaXi'/zo'.Srai  <bg  ££  ävä'/xvjc  stpvjxörog  aöroö  und  b  20.
Hieran  schliesst  sieb  nun  1461  b  3  zoCizo  Sk  -i-o-jäs  xrX.  als  Beleg
und  Erläuterung  jenes  verkehrten  Verfahrens  in  der  Dichtererklärung  eng  und
passend  an.
Nicht  unerwähnt  lassen  will  ich  endlich  noch  Spengels  neuerliche  Auffassung ­
  der  ganzen  Stelle  von  1461  a  34.  Spengel  bleibt  nach  verschiedenen
anderen  Bemerkungen  schliesslich  bei  folgender  Annahme  stehen:  'teneamus
quod  in  codiee  est  SiSi  ■?/  Sic,  ut  omnia  cohaercant:  ofov  zo..zS  ravr-p  xwXu^ijvat
rconxyöig  fvoiyy  rat.  SiSt,  r,  &>s  ,.z)  Sic  ..  i.  e.  sic  v.  c.  aut  ut  aliefuis  ex  contraria
parte  coniciat  (Top.  I  IS),  aut  ex  Glauconis  sententia.’  Spengel  nimmt,  wie
man  sieht,  die  Worte  vj  Sic  pA/.ioz’  av  ng  vnoX&ßoi  xara  zijv  xaravrixpu  aufs
engste  zusammen  und  betrachtet,  wenn  ich  recht  verstehe,  diese  drei  parallelen
Glieder  SiSi,  X  Sic  pAXicza.  ..  xarä  -vjv  xaravrixpv,  r,  Sic  l’Xaüxcov  Xs^ei,  Sri  —
in  gleichmässiger  Abhängigkeit  von  -oaayäic  toStyczca  gleichsam  als  Antwort
auf  diese  Frage.  Als  solche  könnte  man  SiSi  betrachten,  etwa  in  der  Art,  wie  wohl
ein  doppeltes  SiSi  angewendet  wird:  rcoaxyjjic  ivSiyczai,  SiSi  X  SiSi:  wie  vielfach ­
  ist  es  möglich?  so  oder  so.’  Allein  wie  sich  an  ein  solches  ein  unbestimmtes
Bestimmtes  ausdrückende  SiSi  als  gegenteiliges  Glied  r,  Sic  paXisr’  av  rig  -jr.o-XajBoc
  xarä  rijv  xaravrtxpü  ansehliessen  könne,  ist  mir  unklar,  und  insbesondere
auch  welche  Bedeutung  bei  dieser  Auffassung  piaXtsra  haben  soll,  das  Spengel
in  seiner  Erläuterung  übergeht.  Wie  aus  dein  cilirten  Capitel  der  Topik  hervor-
            
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