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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 56. Band, (Jahrgang 1867)

Beiträge  zu  Aristoteles  Poetik.

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schmiede  nennt  man  die  Eisenarbeiter:  daher  heisst  Ganymed  bei  Homer  Weinschenk’, ­
  so  weiss  ich  mir  Gedankenzusammenhang  und  Absicht  des  Aristoteles
nicht  mehr  klar  zu  machen.  Bis  ich  daher  eines  Bessern  belehrt  werde,  halte
ich  an  jener  Umstellung  fest,  die  ja  auch,  äusscrlich  betrachtet,  bei  dem  zwiefachen ­
  Säev  jrereot'vjrai,  oäsv  ä'pvjrat  ein  so  gewalttätiges  Verfahren  nicht  ist.
Dass  aber  nach  unserer  Auffassung,  wonach  der  Nektar  als  eine  Speeies  der
zszoapiva  betrachtet  wird,  die  Stelle  in  Widerspruch  geräth  mit  einer  von  Aristoteles ­
  in  den  ä.Kop.'OiJ.r,p.  proponirten  Lösung,  darüber  weiss  ich  dem  im  Text
S.  374  Bemerkten  nichts  hinzuzufügen,  und  wiederhole  hier  nur  die  dort  ausgesprochene ­
  Meinung,  dass  der  Widerspruch  weder  die  dargelegte  Auffassung
der  hiesigen  Stelle  hindern  kann,  noch  über  den  Aristotelischen  Ursprung  der
kr.op.  'Op.r,p.  bedenklich  machen  darf.
7.  (Seite  376-378.)
1461  a  31—b  3.  Die  hiesige  Stelle  ist  im  Wesentlichen  unverderbt  überliefert ­
  und  bedarf  nur  richtiger  Wortverbindung  und  Erklärung.  öst  8s  xal
orav  2vop.dc  ri  v-£vavTtwp.a  -t  00x5  avjpat'mv,  imaxoKsiv  xoaayßic  av  ovjptafvoe
(svjpiatvois  A';  t7r / p.rj-jsis  vulg.)  zo’jzo  iv  tii  sipvjptsvw,  otov  zö  'zvj  ß’sayszo  yaXzeov
  syyyjg’,  zo  za.iizr,  xmXdjtpm  TinaayG>s  ivdeyjzaf  &8i  yj  o>g  päXtor’  av  zic
■jzoXäßoi,  zarä  zyjv  xazavzixpii  vj  oiq  rXaüxwv  Xfjsi  ozi  svia  aXö'/ojg  irpoujroXaptßävovGi
  zai  caizoi  xaraipTjfitrapevcu  aruXXoyi^ovzai  xcd  o>g  elpyjxizog  0  zi  Sox.st
i~izip.S><Tiv,  av  •j-£vav-iov  r,  z-p  avzSyj  oir/Gsi.  'Man  muss  aber  auch,  wenn  ein
Wort  ein  Widersprechendes  zu  bezeichnen  scheint,  untersuchen,  wie  vielfach
es  diese  Bedeutung  in  dem  Gesagten  haben  kann,  wie  das  dort  hielt  die
eherne  Lanze  an’  wie  vielfach  das  dort  anhalten’  möglich  ist.’  Bis  hierher
scheint  Gedanke  und  Construction  klar:  Koaaywg  hSsyjzai  wird  man  richtiger
mit  dem  vorangegangenen  als  mit  dem  folgenden  verbinden:  es  nimmt  TionaySic
svSsyszai  gewissermassen  in  speeieller  Beziehung  auf  das  Homerische  Beispiel
das  vorher  allgemein  gesagte  r.oociyßig  av  avjpatvoi  zovzo  wieder  auf.  Damit  ist
dieser  Gedanke  abgeschlossen  :  mit  weit  aber  beginnt  ein  neuer  in  der  Weise,
dass  jenes  das  vorangegangene  zusammenfassend  noch  einmal  aufnimmt,,  um  mit
yj  01g  fiaXior’  av  zig  ÜKoXaßoi  ein  weiteres  anzufügen:  'auf  diese  Art  (nämlich
durch  das  noaaySyg)  muss  man  die  Sache  betrachten  oder  so  wie  sie  am  ehesten ­
  Jemand  nehmen  möchte.’  Entweder  prüfe  man,  räth  Aristoteles,  die  verschiedenen ­
  Möglichkeiten  durch  oder  halte  sich  an  die  Vorstellung  und  Meinung, ­
  die  am  ehesten  Jemand  hat  und  fasst.  Uber  diese  Art  der  Wiederaufnahme
durch  wöt,  um  ein  anderes  anzukuüpfen,  vgl.  das  zu  1461  b  14  ourw  zs  zat  ozi
Bemerkte.  An  diesen  Satz  aber  wöt  vj  wc  p.xXiaz'  av  rt?  vizoXäßoi  schliesst
sich  dann  die  Bezeichnung  des  entgegengesetzten  verkehrten  Verfahrens  an:
zara  zryj  xazxvzixpb  vj  wc  rXaüzwv  Xi-fzi  ozi  i'vta  aXc'/wc  jrpou;roXaj*|3ävouat  ztX.
'So  oder  wie  am  ehesten  Jemand  verstünde,  ganz  entgegengesetzt  als  wie  Glaukon
  sagt,  dass  sie  (die  Leute)  mit  grundlos  vorgefassten  Meinungen  an  den
Dichter  hcrantreten  u.  s.  w.’  Für  das  Verständnis»  ist  es  von  Wichtigkeit,  dass
die  Worte  zara  zr,v  xaravrtzpü  vj  wc  rXaüzwv  \ffei  ozi  in  dieser  Weise  enge
            
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