Roswitha und Conrad Celtes.
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und II ar t m a n n von E p t i n g e n 1 ) werden dabei erwähnt:
der Schreiber will aber von der Sache nicht weiter irgend etwas
sprechen ä ).
Deutlicher und bestimmter lauten die Worte in einem Briefe
des Jodocus Sturnus von Schmalkaldens), der aus Brünn
22. August 1S04 an Celtes geschrieben ist. Sturnus war längere
Zeit in Italien und als er zurückgekehrt war, fand er die Werke
der Roswitha gedruckt. Er schrieb dann an Celtes, dass es ihn
ganz besonders gefreut habe, dass unter den Roswithaschen
*) Johann Hartmann von Eptingen, ein Basler Humanist, der in Paris seine Studien
gemacht hatte, zeichnete sich als Dichter und Astronom aus: er war ein vertrauter
Freund des Celtes, der ihn in einem Gedichte besang (Odar. lib. III. od. 22 ad
Hartmann, de Eptingen seniorem eccl. Augustions Basileensis), welches schliesst:
Quapropter omnis docta sodalitas,
Rhenum rapacem quae modo possidet,
Te Iaudibus multis adornat
Perpetuos tibi dans honores.
Hartmann starb 1501. Celtes verfasste auf ihn ein Epitaphium. Epigrammat.
lib. III. epigr. 34, welches Klüpfel, vit. Celtis I. p. 154 miltheilt:
Hartmannus jacet hac Eptingus mole sepultus
Inter eanonicos gloria summa viros.
Hospitibus Claris hic semper amicus et hospes
Vixerat et largus munera multa dabat.
2) Die Stelle in dem Briefe des Johann de Monte Argenteo an Celtes (Cod. epistolar.
Celt. lib. IV. ep. 18 fol. 40, S. Beil. VI.) lautet etwas dunkel: Vale igitur nunc
cum tua Rosuitha et mei summique Mecenatis nostri Eartmanni (sc. de Eptingen)
memoriam ullam tecum obmutescat oblivio. Sollte vielleicht in dem auffallenden
summi Mecenatis nach Anweisung der Trithemischen Steganographie der Titel
des Carmen sancte Marie na(tivita)tis versteckt sein ?
3 ) Jodocus Sturnus oder Sturlinus (auch Staar und Starle genannt) war aus Schmalkalden
in Sachsen gebürtig. Er erzog die Söhne des gelehrten böhmischen Herrn
Bohuslaus von Hassenstein, mit denen er Italien bereiste (um 1500) und führte daher
auch die Benennung Paedagogus. Später, wohl erst nach 1504 kehrte er
nach Sachsen zurück, wo er in Annaberg und Leipzig für die Verbreitung des
Humanismus wirkte. (Mencke de Graec. et latin. litt, in Misnia restaurat. §. 11).
Er schrieb mehreres und gab auch Dichtungen heraus, von denen man behauptete,
dass sie nicht seine eigenen gewesen, sondern dass er sie aus den nachgelassenen
Papieren des Bohuslaus von Hassenstein entnommen habe. Über ihn ist zu vergl.
Schier de sodal. Danub. fol. 53 (MS.). Dieser gibt nur weniges; mehr Kaltenbäck,
Öst. Zeitschr. für Geschichte 1837. III. 86 und Klüpfel II. 154.
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