Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 56. Band, (Jahrgang 1867)

414

V  a  h  I  e  n

In  keiner  Weise  kann  ich  mich  dagegen  mit  Spengels  Zurechtmacliung
dieser  Worte  einverstanden  erklären  ,  der  nach  verschiedenen  anderen  Verschlagen ­
  schliesslich  hei  folgender  Fassung  stehen  bleibt  'izpSizov  piv  za  izpdc
avz-riv  rvjv  ts’xvvjv  r,p.äpzr l zca,  quae  arti  ipsi  adversantur.’  Spengel  tilgt  niimlich
umgekehrt  hier  die  Worte  ddüvara  zrszronjrat,  die  er  als  aus  b  20  wiederholt
ansieht.  Allein  damit  geht  ja,  wie  mir  scheint,  die  specielle  Bezeichnung
des  sVtrtpjpa,  dem  die  folgende  Rechtfertigung  dienen  soll  und  das  durch  das
Beispiel  von  Hektors  Verfolgung  erläutert  wird,  verloren,  und  der  Ausdruck
za  v.pdc  aürv?v  ryv  ziyyyjv  —  quae  arti  ipsi  adversantur,  ist  ein  zu  allgemeiner
und  umfasst,  mehr  als  das  aftvvazov.
Nicht  minder  schwierig  und  bedenklich  sind  die  folgenden  Worte  1460  b
24  zjp.dprvjrat,  äXX’  ipäS>g  syst,  st  ruyy  ävn  roö  rsXou?  zov  aizr/g'  zd  -jap  teXoc
etpyjrat,  ei  ovzosg  ExreXTjxrixwvepov  rj  avzd  rj  aXXo  srotst  p.e'pog.  An  eip-gzai  hat  man
gebessert,  Heinsius  und  neuerdings  Sauppe  (hei  Teichmüller)  schrieben
supvjrat;  doch  vermisse  ich  einen  Beleg  für  den  Sprachgebrauch;  ich  w'eiss
wohl,  dass  man  ~ö  ziXog  Eupt'oxsiv  sagt,  aber  in  dem  Sinne,  wie  auch  wir  sagen
'das  (oder  ein)  Ende  finden’;  ob  aber  to  ziXoc  eupvjvat  die  hier  geforderte  Bedeutung ­
  'der  Zweck  ist  erreicht’  haben  könne,  wünschte  ich  durch  ein  Beispiel
bekräftigt.  Andere  dachten  an  zd  7ap  tsXos  stXzjjrrat,  aber  auch  hier  komme  ich
über  ein  Bedenken  in  Betreff  des  Sprachgebrauches  nicht  hinweg:  man  sagt,
auch  Aristoteles,  zd  zD.oc  Xapßavstv  in  dem  Sinne  'seineVollendung,  volle  Ausbildung ­
  erlangen’,  gleichbedeutend  mit  zelztovaSou.  Aber  in  der  Bedeutung
'den  Zw'eck  erreichen’  ist  es  mir  nicht  begegnet.  Überdies  hat  man  gedacht  oder
kennte  denken  an  zd  -jap  rs’Xos  ppvjrat  oder  teXoc  xparetrat  (=  finis  ohtinetur),
welches  letztere  Verbum  Aristoteles  selbst  gebraucht.  Doch  alle  diese  Vorschläge ­
  wollen  nicht  Stand  halten  vor  der  Erwägung,  dass  es  ein  seltsamer ­
  Zufall  wäre,  wenn  etpvjrat  hier  durch  Verderbniss  entstanden  sei  bei
einer  Sache,  die  früher  erwähnt  worden  und  hei  der  eine  Zurückverweisung
ganz  angemessen  war.  Denn  der  ganze  Gedanke  und  das  Beispiel  von  Hektors
Verfolgung  erinnert  jeden  Leser  sofort  an  das  c.  24,  1460  a  12—16  Bemerkte.
Daher  Madius  an  eine  Lücke  hinter  upvizai  dachte,  die  so  zu  ergänzen  sei
eXpyrai  ozi  ps'/iorov,  oder  vielmehr  eXpvjzai,  0  exjtXyj^iv  dst  Victorius  hat
sich  des  Madius  Anmerkung  nicht  genau  angesehen,  wenn  er  ihn  tadelt,  wo  er
keinen  Tadel  verdient.  Victorius  eigene  Meinung,  der  auch  an  eine  Lücke  denkt,
ist  nicht  ganz  klar.  Von  Madius’  beiden  Ergänzungsvorschlägen  würde  dem  Gedanken ­
  nach  der  zweite  vorzuziehen  sein:  allein  genau  betrachtet,  konnte  es
genügend  erscheinen,  mit  einem  einfachen  zd  -jap  zeXog  Eipvj-sct  =  'was  nämlich
Zweck  ist,  ist  (früher)  gesagt’auf  die  frühere  Bemerkung  vom  Savp-aorü  jroiEiv
zu  verweisen.  Nur  kann  dann  der  folgende  Satz  et  ovzcog  exjrXvjxTtxrbrepov  xrX.
nicht  hievon  abhängig  sein,  sondern  dieser  steht  vielmehr  parallel  mit  st  zv-jyoevet
  zov  zekovg  zov  aürvjg,  und  ist  wie  letzterer  abhängig  von  aXX’  ipäoig  eyji.
Die  Gedankenverbindung  scheint  eben  diese  zu  sein:  ifjjidprvjrai,  äXX’  ipäö>g
syei,  Et  r-jyyävEt  zov  ziXovg  zov  avz-rjg,  et  ovzo>g  ExzrXzjxrixtÖTEpov  vj  avzd  r,  aXXo
x-otEt  pspoc,  der  Art,  dass  der  zweite  Satz  mit  ei  die  Specialisirung  des  in  dem
ersten  mit  st  beginnenden  Satze  ausgesprochenen  Gedankens  enthält:  und
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.