Beiträge zu Aristoteles Poetik. 413
desselben Schreibers Hand geschrieben ist, und hier können wir die Thatsache
vieler grösserer oder kleinerer, zum Theil sogar sehr grosser Auslastungen in
Folge des Gleichklangs durch die aus anderen Quellen geflossenen übrigen
Handschriften auch iiusserlich nachweisen.
3. (Seite 3öG—358.)
Besondere Schwierigkeit machen die Worte, mit welchen die Darlegung
der Xitaeig selbst eröffnet wird 1460 b 22 -pSixov pb Sv za xpog a-jzrjv z/jv
te’xvvjv aSvvaza nenoirizat, ripapzr,zai-ä.XX’ ipS&g eyei, el xv°iyx.vei zoö ziXo-jg
I-O-J xvzrjg- ro ’/ap zelog etp-gzai, ei odzcog sxirXvjxrixwzepov -Tj aiizd »j aXXo
~oiei pepog. So der Text der Berliner Ausgabe. Hierin hat Sv vor ra keine
handschriftliche Gewähr; die Pariser Handschrift liest: n-pwrov pb za izpog
avzvjv zyv ziyyry äöövcfra jrsjrot'vjrai, und über rä ist von ganz später Hand
ei so geschrieben, dass es einem av ähnlich sehen könnte: dies kann daher gar
nicht in Betracht kommen. Nun bedarf man allerdings, um eine richtige Construction
zu ei halten, einer hj pothetischen Partikel und sie lässt sieh mit ziemlicher
Sicherheit, wie ich meine, an der richtigen Stelle gewinnen. Betrachtet
man nämlich die Worte b 20 ^ xdvvaza jreirot'vjrat, die wir als Dittographie der
hiesigen ansehen, so möchte man in jenem r, das si erkennen, dessen wir hier
bedürfen: ei xdbxza -e-air,zai, vjpaprvjrai. Der Abschreiber hat also, da er
von dem ersten re’xvyjv (b 20) zu dem zweiten (b 23) übersprang, die daran
sich anschliessenden Worte ei idbaza jrearoi'ijrai richtig geschrieben (denn das
kleine Versehen vj für ei kommt kaum in Betracht, da dergleichen in dem Pariser
Coilex sehr häufig ist, z. B. 1460 l> 16 und 18 und 1433 b 20 ofov ei (73 A c )
zSeXydg ccdeXyöv ... aitoxzeivei V7 piXXe 1 vj zt a.XXo xoiovxov üpci. (5pav A°), raOra
^vjzvjzeov, wo Spengel sich sehr unnöthig bemüht hat, da kein Zweifel sein kann,
dass nur jenes r, vor xdeXf. in ei zu ändern, wie es schon in der Aid. geschehen),
nachher aber, als er die Worte an ihrer Stelle wieder schrieb, fiel rj oder ei
hinter ziyary zufällig aus. Es hat demnach alle Wahrscheinlichkeit für sich, dass
man so zu verbinden und zu interpungiren habe: ei ädüvara -sjrooirat,ypapzyzcu
äXX’ ipS&g ey_ei, ei xrX. Denn vor äXX’ sollte man kein Punctum machen.
Ein Bedenken erübrigt noch in Betreff der Eingangsworte repiozov pb r«
-pög aünjv z-ry ziy'iry, die zweifach gefasst werden können, entweder so, dass
sie mit ei advvaxa ireiroGjrai in engste Verbindung gesetzt werden: 'erstlich
wenn in dem, was die Kunst selbst angeht, ein Unmögliches gedichtet worden’,
so dass za izpig aiizry zry ziyiry Accusativ der Bestimmung ist. Oder aber
so, dass Tzpöixov pb ra irpog aiizry z-ry xiyyg'i in der Construction sich an das
Vorangegangene anlehnt 8eX za eixizip-ppaza iv zolg xpoßXrjpaaw ix roürcov
iniaxoTCüVVza Xveiv jrpöörov pb za jzpög avrvjv zry ziyyry (seil, irziztpvipzxa)-ei
äö-jvara 1zck. xzX. 'Man wird die Einwürfe aus diesen Gesichtspunkten zu
lösen suchen. Erstlich die gegen die Kunst als solche gerichteten: wenn Unmögliches
gedichtet worden, so ist ein Fehler begangen worden, aber es verhält
sich doch richtig damit, wenn —.’ Letztere Auffassung und die danach einzurichtende
Interpunction scheint mir die wahrscheinlichere, und zur Einführung
des ersten liieher gehörigen Falles ei äSuvaza ze~. bedarf cs nicht einmal eines
ofov, wie sich noch weiter unten bei 1461 a 27 zeigen wird.
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