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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 56. Band, (Jahrgang 1867)

V  a  h  1  e  n

412
S.  156.  Und  1450  b  9  dto-sp  oux  sj'oudtv  rjSoc  r£>v  Xo'^mv  ev  ofc  fjLvjö’  SXwe  ejtiv
o  rcc  üpoaipEirat  V;  seiX/ei  (vj  s’v  o?e  ovx  sVrt  dijXov  ri  irpoaipsirat  ^  yEtX/sc)  6  Xe-ywv
(vgl.Beitr.  I  S.  52),  wo  die  vor  ö  Xe^mv  eingesehobenen  Worte,  die  hier  des  Homoeoteleutons
  wegen  ausfielen,  eine  Zeile  vorher  o  öijXoT  r^v  irpoaipsciv,  6-oia
rt;,  ev  öl;  o'jx  i(7Ti  dyjXov,  r,  jrpoaipEivat  77  ^EÜ-yse  an  falscher  Stelle  in  die  Construction
  eingefügt  sind.  Ich  erwähne  diese  früheren  Vorschläge  hier,  die  beiden
ersteren,  um  bei  jeder  eine  kleine  Nachbesserung  anzubringen  (denn  avpßahu
an  der  eisten  wird  besser  in  die  Lücke  selbst  verlegt,  und  8v  an  der  zweiten  ist
nicht  aufzugeben,  sondern  macht  erst  den  Anlass  zu  der  Lücke  deutlich),  die
beiden  letzteren,  um  gegenüber  den  neuerlichen  Einsprüchen  von  Susemihl  und
Teichmüller  zu  erklären,  dass  mich  dieselben  in  meiner  Überzeugung  nicht
wankend  gemacht  haben,  indem  ich  mir  eine  besondere  Widerlegung  dieser
Widerlegungen  für  eine  andere  Gelegenheit  Vorbehalte.  Doch  um  nicht  blos
Altes  von  Neuem  aufzutischen,  füge  ich  hier  in  der  Kürze  noch  eine  Stelle
an,  bei  welcher  dasselbe  Verfahren  nach  wiederholter  Erwägung  sich  mir  als
das  wahrscheinlichste  ergeben  hat  :  1452  a  1  s’rei  di  ou  pövov  fSXstac  isri
-päcEojc  v  fupivjox;  äXXä  xai  (poßspän  xai  s’Xsstvwv,  raü~a  8e  71'vErai  xai  paXiara
(Srav  -apä  do^av  ■jEVujrar  e’xüX^ttei  -yäp  piäXi5Ta),xai  päXXov  S’rav  ■ys'vvjrat  7!apä
-rjv  d6£xv  dt’  aXXijXa -  rö  *yap  Äauptaoröv  ovvwg  fest  päXXov  x  ei  ä~ö  roO  adropidcrou
  xat  rr,c  vjyr t c.  Man  wird  finden,  dass  ich  in  der  Auffassung  der  Stelle
noch  jetzt  mich  zu  der  Ansicht  bekenne,  welche  ich  Z.  Kr.  Ar.  Sehr.  S.  15  im
Anschluss  an  den  Vorschlag  von  Reiz  als  die  richtige  bezeiebnete,  nur  dass  ich
in  der  Form  der  Herstellung  jetzt  einen  einfacheren  Weg  eingeschlagen  habe.
Vielleicht  auch,  dass  1447  b  2  die  meines  Erachtens  unzweifelhafte  Lücke  vor
Tvixmovtja  zweckmässiger  als  durch  ßernays’  dtvtovup&s  in  folgender  Art  ausgefüllt ­
  werde:  vj  ds  iirowott'a  ptovov  rot;  tptXot;  Vj  rote  ptErpot;  xai  roörotc
eite  ptt'/vüua  pter’  aXXvjXwv,  stS’  hi  rtvt  -/EVEt  ypaiphv  rthv  piETpcov,  (övoptaroc  p.;v
p.övov  a-<5  rcöv  pirpcov)  ryy^ctvouoa  pt£)(pt  rod  vüv.  Denn  das  Natürliche  ist,  dass
Aristoteles  sage:  'die  Epopoeie  ahmt  nach  bloss  in  prosaischer  Rede  oder  in
Versen,  sei  es  gemischten,  oder  in  einer  stetig  wiederkehrenden  Versart,  obwohl
sie  den  Namen  bis  jetzt  nur  von  den  Versen  hat,  deren  sie  sich  bedient.’
Diese  Art  der  Verderbniss,  die  auf  der  Wiederkehr  desselben  Wortes  oder
desselben  Ausgangs  beruht,  begegnet  vielfach  auch  in  anderen  Aristotelischen
Schriften,  und  ist  bei  der  Poetik  um  so  weniger  zu  verwundern,  da  uns  den  Text
dieser  Schrift  nur  eine  einzige  Handschrift  d.  h.  also  die  Sorgfalt  oder  Unachtsamkeit ­
  eines  einzigen  Schreibers  vermittelt  hat.  In  allen  aus  dieser  einzigen
Quelle  abgeleiteten  Handschriften  kehrt  kein  Fehler  häufiger  wieder,  als  dass
bald  hier,  bald  dort,  bald  in  der  einen,  bald  in  der  anderen  Abschrift,  bald
mehr,  bald  weniger  Worte  in  Folge  von  Homöoteleulen  übersprungen  sind.  Es
wäre  seltsam,  wenn  das,  was  jenen  Abschreibern,  denen  der  Pariser  Codex
mittelbar  oder  unmittelbar  als  Vorlage  diente,  nachweisbar  so  häufig  begegnete,
dem  Schreiber  dieser  Handschrift  nie  begegnet  sein  sollte,  und  können  wir  auch
diesen  Schreiber  nicht  durch  ein  anderes  neben  dem  Pariser  A*  liegendes
Exemplar  controliren,  so  können  wir  dagegen  den  Grad  seiner  Sorgfalt  bemessen ­
  nach  der  Überlieferung  der  Rhetorik,  welche  in  dem  Pariser  Codex  von
            
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