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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 56. Band, (Jahrgang 1867)

Beiträge  zu  Aristoteles  Poetik.  411
fenden  Fehler  begehen  kann;  und  diesorFehler  ist  der  schwerere,  geringer  der
aus  falscher  itpoxipeaig  hervorgehende.
Im  Folgenden  wird  es,  wenn  man  die  im  Text  angeführten  Belege  für  den
Pferdegang  vergleicht,  wahrscheinlich,  dass  riv  i'arnrov  (xp’)  ap'pcn  rä  detgix
irpoßsßXvjxo'ra  zu  schreiben  sei.  Doch  das  ist  untergeordnet.  Die  Construction
dieses  Satzes  ist  so  zu  fassen:  ei  de  zo  repoeXictBxi  (seil.  piprjaxxäxi)  p.y]  op3w;
(seil.  eyyi),  äXXd  zöv  i~~ov  (dp.’)  «ppw  rd  dec’.x  -poßeßXvjxoVa  »j  rö  xaS’  sxaffvvjv
  ziyyry  äp.apTvjp.a  oiov  rd  xar’  ixzpv/.ry  r,  aXX.vjv  ziyyry  djrotavoOv  (seil.
ip.ip.-qaxzo'),  oü  xaS’  exvrrjv  (seil.  13  äpapn'a).  Der  Gedanke  scheint  im  Übrigen
deutlich;  Schwierigkeit  machen  nur  die  Worte  ^  aXXvjv  ziyyry  vj  xdvvxrx
netcoivizxi  djroiavoöv,  die  so  überliefert  sind.  Alle  Versuche,  aus  den  Worten
V?  xd-JvxzxTzeKoivjzxi  einen  brauchbaren  Gedanken  zu  gewinnen,  auch  die  neuesten
von  Spengel  und  Teichmüller,  halte  ich  für  verfehlt.  Vor  allem  sollte  meiner
Meinung  nach  darüber  gar  nicht  gestritten  werden,  dass  Ö7r<navoöv  unverändert
zu  lassen  und  mit  dXXvjv  riyy/iv  zu  verbinden  ist,  wie  z.  B.  Analyt.  prior.  46  a  22
(vgl.  a  4)  rfj(  xarpoXo^ixvj;  i~t.azry.ry  —  6p.oio>;  de  xxinepi  dXXvjv  6-oiavoöv
eyjiziyyry  re  xai  iiziarrypry.  Ferner  erwäge  man,  dass  rd  dpdprvjpa  (=r<>vjpapzyjpevov)
  das  Regens  ist  wie  für  xa3’  ixiarry  ziyyry  so  auch  für  xar’  ixzpixry
und  xXXry  ziyvry  d~olavoOv,  und  dass,  selbst  wenn  sich  aus  vj  äduvara  KeKoiryxi
etwas  sprachlich  richtiges  und  verständliches  gewinnen  Hesse,  dieses  bei  dem
letzten  Gliede  (xXXyjv  riyyry)  neben  dem  auch  hierzu  gehörigen  rd  apxpz-ry.x
nicht  Idos  überflüssig,  sondern,  da  jenes  nothwendig  der  weitere  Begriff  ist,
geradezu  störend  sein  müsste.  Ich  bin  daher  noch  jetzt  der  Überzeugung,  die
ich  1861  Z.  Kr.  Ar.  Sehr.  S.  30  und  31  aussprach  und  zu  begründen  suchte,
dass  (wie  schon  vor  mir  Düntzer  vermuthet  hatte)  die  Worte  r,  xdvvxrx
TzeKoiryca  hier  zu  tilgen  seien  als  eine  Wiederholung  aus  dem  zwei  Zeilen  später
(b  23)  folgenden  aünjv  zry  ziyyry  xdvvxrx  neizoiryxi.  Der  Hergang  dieser  Verderbniss
  liegt,  wie  ich  meine,  deutlich  vor:  der  Abschreiber  war  von  ziyvry
(b  20)  auf  ziyvry  (b  23)  übergesprungen  und  schrieb  hinter  letzterem  gleich
weiter;  und  cs  war  nur  ein  glücklicher  Zufall,  dass  der  Abschreiber  den  Irrthum
noch  bei  Zeiten  wahrnahm  und  es  so  verhütet  ward,  dass  die  ganze  Stelle  von
rä’xvvjv  b  20  —  ziyvvjv  b  23  uns  abhanden  gekommen.  Es  ist  aber  dieser  Hergang ­
  der  Verderbniss,  dass  durch  Wiederholung  desselben  Wortes  oder  eines
gleichen  Ausganges  Einiges  übersprungen  worden,  derjenige,  unter  welchem
die  Poetik  am  meisten  gelitten  hat.  Auf  dieser  Annahme  beruht  die  wenige
Zeilen  vorher  1460  b  17  vorgeschlagene  und  die  bald  nachher  1461  b  12  zu
begründende  Ergänzung.  Und  aus  demselben  Anlass  habe  ich,  um  anderes
zu  übergehen,  schon  früher  folgende  Stellen  zu  ergänzen  und  zu  verbessern
gesucht:  143b  b  28  iE,  ou  pezxßxiveiv  ei;  evzvycxv  (ix  duazvyix;  avpßxivei
X  svzvyjx;  ei;  dvazvyixvy,  worüber  Beiträge  11  S.  46  A.,  und  1433  b  30
diai;  piv  zx  re  TrpoKerrpx'jpivx  xxi  r,  roü  -aiöiou  X^tpis  xai  -ahv  vj  aur&v  d'X
(i-x'i'jiyri,  Xvai;  d’vj)  xk6  rrj;  xiztäaetji;  —  ,  worüber  Z.  Kr.  Ar.  Schrift.
S.  24  fg.  —  Und  ferner  c.  6,  1430  a  17  pipriai;  iaziv  ovx  xv3po)irwv  xX.Xx
-pxgew;  xxi  ßiov,  xai  evdxep.ovix;  (xxi  xxxodxipovix;,  r,  de  EÜdaipovt'a)  xai  vj
xaxodatpovta  iv  xpi^ei  —;  worüber  in  dem  Aufsatz  über  die  Tragödienlheile
sitzt).  (I.  pWl.-hist.  CI.  LVI.  Bd.  II.  Hft.  27
            
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