Beiträge zu Aristoteles Poetik.
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ANMERKUNGEN.
Zu Capitel 2ä.
1. (Zu Seite 3S3.)
1460 b 11 ra-jza 3’ iSga°fliXXezoa Xiigsi rj xai •yXüizzoug y.al psraipopai? -
xai rroXXä rräSvj rvjg Xe'£eoog iaziv dt'dopsv qäp zaöza zoig Koirjzaig. Über diese
Worte schreibt Spengel (Arist. Stud. IV S. 70): xypia Xe'£st Heinsius, mihi
reliqua verba (nämlich vj xai yXc!>zzaig xai perapopats) potius suspecta sunt
et ex sequentibus translata videntur; his enim et aliis infra Xs'£eu>s uKopiai
solvuntur. Diesen Vorschlag kann ich nicht gut heissen: denn dass nachher
Xvosig aus yXSizza und psrapopa angeführt werden, macht es nicht nur
nicht bedenklich, sondern im Gegentheil sehr wahrscheinlich, dass diese
beiden Haüptformen der Xicig hier ursprünglich erwähnt waren: auch
spricht das sich anschliessende xai koXXx K&ärj zrjg Xs£swc, in dem im Text
(S. 353) bezeichneten Sinne genommen, eher für ausdrückliche Nennung jener
von den KxSrj verschiedenen Arten der Xs£is. Die Schwierigkeit liegt nur
darin, dass Xs'£ic ganz allgemein den sprachlichen Ausdruck bezeichnet,
wie sowohl sonst wiederholt in der Poetik als auch an der hiesigen Stelle
selbst, naS-ij zrjg Xe£swj, und nachher bei Einführung dieser Art von Lösungen
1461 a 9 rä 5'e npog z-gv Xs'£iv öpSivza dsi öiaXüstv, ofov qXwrrp, und
dass an dieses so allgemein gefasste Xe£ei jene s?3vj Xitgeug nicht passend mit
vj xai sich anzuschliessen scheinen. Dies war der Grund, weshalb Heinsius
iga'^/iXXszai xvpix Xs’£si vermuthete, und weshalb ich Z. Kr. Ar. Sehr, S. 29
sqaqqsXXeTai Xe'£ei (vj xvpt'ots övopaarv^ vj xai •jXwzzcag xai psrapopats zu ergänzen
vorschlug; und diese Ergänzung, oder was in der Sache dasselbe ist aber
den Anlass der Lücke noch deutlicher machte e^aqqeXXsrat Xe£ei (rj xvpia Xitgsi)
vj xai —, ziehe ich auch noch jetzt der von Spengel empfohlenen Ausmerzung
vor. Soll aber die Überlieferung ungeändert stehen, so müsste man
Xs£Et von der xvpia Xigig verstehen in der Weise wie ovopa für xüpiov ovopa
gesagt worden, und s’^aq'/sXXsrai stünde alsdann, was sprachlich möglich ist,
für sich in dem Sinne von s'ppvjvsÜEiv = enunciare, eloqui.
Im Vorangegangenen 1460 h 7 wird, da die Überlieferung so laufet ix
kogwv Ts xai r.oioi-, av eidtnv iaziv, richtiger av getilgt als iartv in stvj verwandelt:
vgl. 1447 a 10 ä kiauv xai koi'orv iozl popiorv und oft. — sidwv hier
und 1461 b 22 ix jte’vte siöorv aipovaiv erklärt Teichmüller (S. ISO) richtig:
wenn er aber davon als von 'seiner neuen Erklärung’ redet, so beweist er hier,
was man aus vielen Stellen seines Buches entnimmt, wie wenig er sich mit der
älteren Literatur der Poetik bekannt gemacht hat.